Waldidylle oder Forstwirtschaft: Ökologie, Ökonomie und Vertrauensbildung

Hessen ist das waldreichste Bundesland (42% der Fläche, ganz Deutschland 32%). Ohne Wald fehlt uns das Wichtigste: er produziert frische Atemluft, speichert Wasser und bringt Entspannung.

Aber was erwarten wir eigentlich vom Wald? Idyllische Pfade durch vielfältiges Grün, uralte Baumpersönlichkeiten und viel Junges am Boden, Vogelzwitschern und ein scheues Rehlein? Das Ganze möglichst ohne Stolperwurzeln, herabfallende Äste, Dornengestrüpp oder Giftpflanzen?

Warum die Bienen so wichtig sind...

Wenn die Bienen verschwinden hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Das hat ein kluger Mensch gesagt: Albert Einstein höchstpersönlich!

Und in der Tat: kaum ein Lebewesen auf der Erde ist so wichtig wie die Biene. Es gibt einen aktuellen Kinofilm "More than Honey", in dem Regisseur Markus Imhoof dem rätselhaften, weltweiten Bienensterben auf den Grund geht.

Stell Dir vor, Du solltest einen Regenwurm essen...

Kai Sackmann, Waldläufer, Buchautor, Video-Blogger und Produkttester hat seinen Traum zum Beruf gemacht: er durchstreift die Landschaft und filmt dabei.

Interessante Dinge vermittelt er dabei, zum Beispiel ein Mini-Öfchen für den Rucksack, auf dem er sich Fichtennadeltee kocht. Sacki, wie er sich selbst vorstellt, hat seine Internetseite zwar www.sacki-survival.de genannt, aber seine Tipps sind meist auch für Normalwanderer gut zu gebrauchen.

Wald: ein historischer Arbeitsplatz

Würden wir wie einst Dr. Livingstone in Afrika eine Forschungsreise in den europäischen Wald vor 200 Jahren unternehmen, würden wir seltsame Leute antreffen: Köhler, Harzer, Pichler, Räuber, Gerber, Kräuterweiblein, Bergleute, Schweinehirten, Zapfenbrecher, Knusperhexen...

Heute denkt man als erstes an Förster, Jäger und Waldarbeiter, die mit schwerem Räumgerät Bäume zu Brennholz machen. Ein Förster aber war es, der den Begriff Nachhaltigkeit geprägt hat: Hans Carl von Carlowitz hat das Wort 1713 in seinem „Silvicultura oeconomica“ erstmals benutzt.
Gemeint ist, daß in einem Wald keinesfalls mehr Holz eingeschlagen wird, als in der gleichen Zeit nachwächst. Buchen können 400 Jahre alt werden, aber meist werden sie mit 90-120 Jahren gefällt und für Möbel oder Bauholz verwendet. Deshalb ist ein sterbender Baum etwas ungeheuer Kostbares in unseren modernen Wäldern: er schafft Raum für unglaublich viele Lebewesen: die Totholzbewohner und Höhlenbewohner.

Meldepflichtiger Japankäfer erstmals im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet gesichtet

Presseinformation des Julius Kühn-Instituts (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, 10. August 2021

Meldepflichtiger Japankäfer erstmals im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet gesichtet

Behörden bitten die Bevölkerung, verdächtige Käferfunde zu melden, um den Quarantäneschädling mit breitem Wirtspflanzenspektrum rasch ausrotten zu können (Braunschweig/Quedlinburg).

Beedenkirchen: Vögel und Insekten können kommen

In den Wintermonaten baute Herbert Brieter Brut-und Nistkästen für zahlreiche Vogelarten.  Auch für das Pfarrwäldchen hinter der Beedenkirchener Kirche konnten wir drei große Behausungen für Eulen und Turmfalken bekommen. Im April wurden von Herbert und Manfred Brieter ausserdem 20 neue kugelförmige Nester für Mehlschwalben auf der geschützten Ostseite am Pfarrhaus angebracht. Diese  bis 15 cm grossen Zugvögel brüten gerne unter Dachvorsprüngen und leben in sog. Kolonien. Ihre ausgezeichneten Flugbewegungen und ihre langen Reisen zwischen Afrika und Europa machen die Mehlschwalbe zu einem besonderen Gast zwischen April und September in Beedenkirchen. Sie und auch andere Zugvögel können auf einem Auge das Magnetfeld der Erde sehen und sind so in der Lage, den letztjährigen Brutplatz auf Anhieb wieder zu finden. Zu guter Letzt wurde von Familie Brieter ein Blühstreifen vor der Kirche angelegt, welcher für unterschiedliche Insekten ein reichhaltiges Nahrungsangebot bieten soll.      

Schwalben - und Mauersegler-Zählung: Mithilfe erbeten

Reichenbacher Vogelschützer bitten wieder um Unterstützung bei der Schwalben - und Mauersegler-Zählung.

Rauchschwalben, Mehlschwalben sowie die Mauersegler kehren aus den südlichen Ländern zurück. Nun beginnt wieder die Arbeit des Schwalbenbeauftragten bei den Reichenbacher Vogelschützern. So allzu groß ist diese „Arbeit“, das Zählen der belegten Nester bei den Schwalben und den Nistplätzen der Mauersegler unter den Dachziegeln, aber nicht mehr.

Wiesen und Weiden

Bevor der Mensch sesshaft wurde, war Mitteleuropa überwiegend von Wald bedeckt. Erst durch Rodung entstanden Acker, Wiesen und Weideflächen. Letztere gehören zu den artenreichsten Biotopen weltweit. Allein in Mitteleuropa kommen mehr als 400 Pflanzenarten hauptsächlich im Grünland vor.

Der Biber ist zurück im Ulfenbachtal

Kreis Bergstraße: Der hier vor mehreren hundert Jahren ausgerottete Biber ist in den Odenwald zurückgekehrt. Um das Wirken dieses Tieres im Ulfenbachtal zu verdeutlichen, hat der für Umwelt und Naturschutz zuständige Dezernent Karsten Krug kürzlich nach Wald-Michelbach eingeladen. Die Zusammenkunft wurde außerdem dafür genutzt, Ullrich Götz-Heimberger vorzustellen, der für das Bibermanagement des Regierungspräsidiums Darmstadt zuständig ist.

Der Wald von Morgen darf nicht der Wald von Gestern sein

Der Landesbetrieb HessenForst arbeitet an einem Wald mit Zukunft. Allein 2020 hat HessenForst fünf Millionen Bäume gepflanzt. Die Fachleute entscheiden im Fall jeder Schadfläche individuell, welche Mischung von Baumarten in der besten Kombination von aktiver Nachpflanzung und natürlicher Aussaat am sichersten und schnellsten zu einem zukunftsfähigen Wald führt.

Zeidlerei und Imkerei

Waldbienenjagd: ursprüngliche Gewinnung von Honig

Schon die Germanen machten aus Honig Wein: den Met. Anfangs hielt man sich keine Honigbienen in Beuten, sondern sammelte Honig in den Nisthöhlen wilder Bienen. Dabei ging man nicht sonderlich schonend für die Bienen vor. Eigentlich handelte es sich bei dieser Methode um Honigraub. Im frühen Mittelalter begann man mit der systematischen Waldbienenhaltung, der Zeidlerei. Baumhöhlen wurden nach der Entnahme wieder verschlossen, die Bienenvölker konnten so weiterleben und Honig sammeln. Später baute man Klotzbeuten: ausgehöhlte Baumstammklötze, in denen sich Wildbienen ansiedeln konnten. Dies unterstützte die Bienenbevölkerung und brachte kontrolliertere und reichere Ernten. Als man später die Klotzbeuten in der Nähe der Häuser aufstellte, um es bequemer zu haben, entwickelte sich die Hausbienenhaltung. Die Baumklötze wurden durch geflochtene Strohkörbe ersetzt, die über ein Bienenvolk gestülpt wurden. Diese waren leichter und konnten gut zu ertragreichen Bienenweiden gebracht werden. Allerdings mußten die Bienen im Korb durch Abschwefeln getötet werden vor der Honigentnahme.

Was ist das für ein Tier, der Biber?

Zum Verteilungsgebiet des Durchblick gehört auch Klein-Bieberau. Seltsamerweise gehört es zu Modautal, während Groß-Bieberau eigenständige Stadtrechte hat. Beide haben ihren Namen jedoch vom gleichen Tier, das in früheren Zeiten in größerem Umfang landschaftsarchitektonisch tätig war: dem Biber.

Baumpflanzung im Modautaler Wald

Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes und Modautals Bürgermeister Jörg Lautenschläger pflanzten Bäume im Brandauer Wald

Im Rahmen der deutschlandweiten Aktionswoche Wald vom 7.-14. November trafen sich die Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes, Bürgermeister Jörg Lautenschläger und Förster Jürgen Kremer im Wald in Brandau, um junge Bäume zu pflanzen.

Der Wald in Deutschland leidet! Dürre, Stürme und Schädlingsbefall setzen vielen Bäumen zu.
Auch der Wald in der Darmstädter Region hat zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Mannes und Lautenschläger pflanzten eine Rotbuche und eine Douglasie und tauschten sich dabei mit dem Förster über die besondere Problemlage in den Modautaler Wäldern aus.