Odenwälder Apfel e.V.: neuer Fachwartkurs Obstbaumpflege

Fortbildung „Fachwart/Fachwartin für Obstbaumpflege” gestartet

Der Förderverein Odenwälder Apfel startet jedes Jahr Ende Januar die Ausbildung neuer Fachwartinnen und Fachwarte für Obstbaumpflege. Die Nachfrage nach dieser Weiterbildung ist groß
und viele Interessenten haben sich schon vor Monaten auf die Warteliste setzen lassen. Der diesjährige Kurs ist wie auch in den vergangenen Jahren bunt gemischt. Einige der 22 Teilnehmenden haben eine eigene Streuobstwiese übernommen oder möchten eine anlegen.

Boden des Jahres 2026 - da steckt Geschichte drin!

In der Natur kann man sehen, hören, riechen, fühlen - alles was da ist. Was früher da war, dafür gibt es ein mächtiges Archiv: unseren Boden!
Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) ist Schirmherr über die Aktion "Boden des Jahres 2026 - da steckt Geschichte drin!" Ziel ist, das Wissen um das Schutzgut Boden als elementare Ressource im Jahr 2026 in die breite Öffentlichkeit zu tragen und so das Bodenbewusstsein nachhaltig zu stärken. 

Pflanzenporträt: Bärlauch

Pflanzenporträt für März: Bärlauch (Allium ursinum) – würziger Frühlingsbote mit Risiko

Wenn es im März im Laubwald nach Knoblauch duftet, ist oft der Bärlauch nicht weit. Er wächst gern in feuchten, humusreichen Wäldern auf kalkhaltigen bis neutralen Böden und bildet dort teils dichte Teppiche. Kulinarisch ist er ein echter Frühjahrsstar – gleichzeitig gehört er zu den Wildpflanzen mit besonders gefährlicher Verwechslungsgefahr.

Verwechslungsgefahr – kurz & entscheidend! Besonders relevant sind:
    • Maiglöckchen (giftig)
    • Herbstzeitlose (hochgiftig, potenziell lebensgefährlich)
    • Aronstab (giftig, stark reizend)
Sicherheitsregel: Nicht „in den Teppich greifen“, sondern Blatt für Blatt prüfen und mehrere Merkmale kombinieren. Denn gerade den Aronstab - hier im Foto im Vordergrund - findet man sehr häufig in Gesellschaft des Bärlauchs. Aber auch Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben ähnliche Bodenansprüche. 

So erkennst du Bärlauch
    • Blätter: weich, lanzettlich-oval, ein Blatt pro Stiel (einzeln aus dem Boden), mit deutlich erkennbarem Blattstiel und mittiger Blattader.
      Oberseite meist leicht glänzend, Unterseite eher matt und heller
    • Geruch: beim Zerreiben knoblauchartig – aber nicht als einziges Merkmal verwenden (Geruch bleibt an den Händen und kann bei anschließenden Geruchsproben täuschen)
    • Blüten: ab April/Mai, weiße, sternförmige Blüten in lockeren Dolden

In der Küche
Bärlauch schmeckt frisch am aromatischsten; langes Erhitzen nimmt ihm viel Duft und Geschmack. Er eignet sich als Zutat für: Bärlauchbutter, Frühlingsquark, Pesto oder getrocknet und vermischt mit Salz als Bärlauchsalz.
Tipp: Junge Blätter sind meist milder.

Bärlauchteppich

Wie bei allen Wildpflanzen gilt zur eigenen Sicherheit: nur sicher bestimmte Pflanzen sammeln und nutzen. Bei Zweifeln lieber die Finger weg oder einen Wildpflanzenkurs besuchen – zum Beispiel bei natur-rockt.de  hier im Lautertal.

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Pflanzenporträt für Februar: das Gänseblümchen (Bellis perennis) - Kleines Winterwunder am Wegesrand

Wenn draußen noch alles nach Winter aussieht, macht es das Gänseblümchen oft schon vor: Es blüht unermüdlich und am liebsten dort, wo der Mensch unterwegs ist – auf Wiesen, in Gärten und an Wegrändern. Und das Beste: Es ist nicht nur hübsch, sondern auch essbar und vielseitig nutzbar.

So erkennst du das Gänseblümchen sicher:
    • Blätter: eine bodennahe Rosette, spatelförmig bis verkehrt-eiförmig, meist leicht behaart.
    • Blüte: typisch sind weiße Zungenblüten (manchmal rosa überlaufen) und ein gelber Blütenkorb in der Mitte.
    • Stängel: blattlos, trägt jeweils nur eine Blüte.
    • Standort: trittfest, liebt kurz gehaltene Wiesen (Rasen ist oft ein Volltreffer).

In der Küche – „Wildes Wissen“ ganz unkompliziert
    • Blüten sind mild und dekorativ: aufs Brot, in Salate, über Suppen oder als Topping auf Eierspeisen.
    • Junge Blätter schmecken leicht nussig bis herb: fein geschnitten in Kräuterquark, Kräuterbutter oder als Salatbeigabe.
    • Schneller Alltagstipp: Blüten + junge Blätter kurz waschen, trocken tupfen und als “wilde Streu” über ein Butterbrot geben – simpel, schön, lecker.

In der Hausapotheke – traditionell genutzt
Volksheilkundlich wurde das Gänseblümchen u. a. bei kleinen Hautverletzungen, Prellungen und Hustenbeschwerden eingesetzt – häufig innerlich als Tee oder äußerlich als Umschlag. Wissenschaftlich ist vor allem bekannt, dass es verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe enthält (z. B. Flavonoide und Gerbstoffe): Flavonoide gelten als antioxidativ und können entzündungsmodulierend wirken, Gerbstoffe wirken zusammenziehend (adstringierend) und werden traditionell genutzt, um oberflächliche Reizungen zu beruhigen und das Gewebe leicht abzudichten.

Sammelhinweise (kurz & wichtig)

Achtung: Bei Korbblütler-Allergie (Asteraceae) vorsichtig testen oder meiden.
Wie bei allen Wildpflanzen gilt zur eigenen Sicherheit: nur sicher bestimmte Wildpflanzen sammeln und nutzen. Bei Zweifeln lieber die Finger weg oder einen Wildpflanzenkurs besuchen. Zum Beispiel bei natur-rockt.de hier im Lautertal. 

Christa Jöckel ist auf einem kleinen Bauernhof im Odenwald aufgewachsen, umgeben von Wiesen, Wäldern und Feldern. Schon als Kind am glücklichsten draußen – in der Sommersonne im Gras liegend, auf Bäume kletternd oder mit Beerenflecken an den Fingern. Die Natur war Spielplatz, Naschgarten und eine unerschöpfliche Quelle an kleinen und großen Wundern. Pflanzen und Pilze zu sammeln war so selbstverständlich wie das Atmen. Heute führt die Pilzsachverständige Interessierte durch Wald und Flur - bei Kursen zum Erkennen und Sammeln von Wildkräutern und Pilzen. Ihr Anliegen ist es auch, Ihre gesammelten Pilze in einer Korbkontrolle zu prüfen. Mehr Infos dazu auf natur-rockt.de

Auf dieser Seite stellt Christa Jöckel jeden Monat ein Pflanzenporträt vor.

Wolfzentrum Hessen informiert

Das Wolfszentrum Hessen informiert künftig regelmäßig unter „WZH RADAR – Ihr amtliches Wolfsupdate für Hessen“ über aktuelle Entwicklungen. Darin werden geprüfte Informationen und relevante Neuerungen kompakt, verständlich und verlässlich zusammengefasst. Der Newsletter richtet sich an alle Interessierten, die zeitnah und fundiert über das Wolfsmonitoring in Hessen informiert bleiben möchten.

Anmelden können Sie sich über unsere Homepage unter Bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand | wolfszentrum.hessen.de.

Landschaftspflege: Weiterbildung für Interessierte

„Landschaft anpacken“ – Weiterbildung lädt zum unverbindlichen Einstieg in die praktische Landschaftspflege ein - Anmeldeschluss ist der 15. März 2026

Odenwald / Bergstraße / Spessart – Artenreiche Wiesen, Streuobstwiesen und offene Landschaften prägen die Regionen – doch ihr Erhalt ist kein Selbstläufer. Um dem zunehmenden Pflegebedarf zu begegnen, bieten die Landschaftspflegeverbände der Landkreise Bergstraße, Miltenberg und des Odenwaldkreises gemeinsam die Weiterbildung „Landschaft anpacken“ an. Die modulare Fortbildung startet im April 2026 und richtet sich an Menschen jedes Alters mit und ohne Vorkenntnisse.

Alle Personen mit Spaß an der Arbeit im Freien können hier unverbindlich in die praktische Landschaftspflege hineinschnuppern. Besonders ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden in diesem Bereich dringend gesucht – die Weiterbildung bietet hierfür eine ideale Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln, praktische Arbeiten kennenzulernen und herauszufinden, ob ein langfristiges Engagement infrage kommt.

Die Weiterbildung richtet sich aber auch an alle anderen am praktischen Naturschutz interessierten Personen wie Landwirtinnen und Landwirte im Neben- oder Haupterwerb, Mitarbeitende von Bauhöfen, Personen aus dem Garten- und Landschaftsbau sowie naturinteressierte Bürgerinnen und Bürger. „Viele Menschen möchten sich für Natur und Landschaft einsetzen, wissen aber nicht genau, was sie erwartet. Mit dieser Weiterbildung wollen wir eine niedrigschwellige Möglichkeit schaffen, einfach mal mit anzupacken und Erfahrungen zu sammeln“, so die Veranstalter.

Gleichzeitig eröffnet die Teilnahme Perspektiven für ein späteres ehrenamtliches oder bezahltes Engagement auf den zahlreichen Naturschutz- und Biotopflächen der beteiligten Landschaftspflegeverbände. In fünf über das Jahr verteilten Modulen lernen die Teilnehmenden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Maßnahmen der Landschaftspflege kennen. Dazu zählen unter anderem die Pflege artenreicher Wiesen, der Umgang mit Problempflanzen, das Anlegen und Erhalten von Streuobstwiesen sowie die Entbuschung zugewachsener Flächen.
Alle Modultage verbinden Theorie mit praktischen Arbeitseinsätzen vor Ort – inklusive Einweisung in Arbeitssicherheit und Maschinenkunde.

Die Weiterbildung umfasst alle fünf Module, die an verschiedenen Orten der drei Landkreise durchgeführt werden und schließt mit einer Teilnahmebescheinigung ab. Einzelmodule
können nicht gebucht werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro (ohne Verpflegung).

Anmeldeschluss ist der 15. März 2026.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.landschaftspflegeverband-bergstrasse.de/landschaft-anpacken und bei den drei beteiligten Landschaftspflegeverbänden.

www.landschaftspflegeverband-bergstrasse.de

www.lpv-miltenberg.de

www.lpv-odenwaldkreis.de

 

Kreises Bergstraße: Aufhebung der Schutzmaßnahmen zur Geflügelpest

8. Januar 2026 - Grund dafür ist die stabile Lage ohne weitere Ausbrüche / Allgemeinverfügung vom 30. Oktober wird aufgehoben

Kreis Bergstraße (kb). Da seit einigen Wochen keine weiteren Ausbrüche der Geflügelpest im Kreis Bergstraße aufgetreten sind und damit das Risiko der Einschleppung des Virus in die Geflügelbestände gesunken ist, wird der Kreis die Allgemeinverfügung vom 30.10.2025 (Aufstallungspflicht, Verbot von Veranstaltungen, Abgabe von Geflügel im Reisegewerbe, Biosicherheitsmaßnahmen) aufheben. 

Geflügel muss daher nach Bekanntgabe der Allgemeinverfügung zur Aufhebung nicht mehr in Ställen oder besonders geschützten Vorrichtungen untergebracht werden.

Haustiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf warnt davor, lebende Tiere an Weihnachten zu verschenken und appelliert an Verantwortungsbewusstsein

Kreis Bergstraße (kb). Kurz vor Weihnachten steigt jedes Jahr die Zahl der spontan gekauften Haustiere – vom niedlichen Welpen über kleine Kätzchen bis hin zu exotischen Arten wie Bartagamen. Viele dieser Tiere werden unüberlegt angeschafft, häufig sogar als Geschenk. Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und für das Veterinäramt zuständige Dezernent Matthias Schimpf warnt: „Wer ein Tier verschenkt, verpflichtet den Beschenkten dazu, ein Leben lang Verantwortung zu übernehmen - mit Zeit, Engagement und finanziellen Aufwendungen. Tiere sollten daher niemals eine Überraschung unter dem Weihnachtsbaum sein.“

Afrikanische Schweinepest: Aktuelles!

Hier finden Sie alle wichtigen Infos für Bürger, Landwirte und Jäger - in verständlicher Sprache: https://landwirtschaft.hessen.de/tierschutz-und-tierseuchen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest

Zusätzliche Informationen zur ASP finden Interessierte auf der Kreishomepage www.kreis-bergstrasse.de.

Aktuelle Allgemeinverfügung der Kreise hier: www.kreis-bergstrasse.de/bekanntmachungen und https://www.ladadi.de/asp

Servicetelefon des Kreises Darmstadt-Dieburg: 06151 / 881-1800 Mo-Do 9-16 Uhr FR 9-12 Uhr. kontinuierlich erweitertes FAQ: https://perspektive.ladadi.de/aktuelles/afrikanische-schweinepest-asp/

Odenwaldkreis: https://www.odenwaldkreis.de/de/amtliche-bekanntmachungen-daten/2024/bekaempfung-der-afrikanischen-schweinepest-bei-wildschweinen-sperrzone-i/

Sperrzonenkarte: https://visualgeoserver.fli.de/visualize-this-map/6BB5CD9B1FB295E7E0A64196580E34FC3E44C5A6B2E6BCB1C0A3A23205369ADD 
Allerdings ist in der Karte nicht der Verlauf der drei Zonen zu erkennen, auch in der Landschaft ist nichts gekennzeichnet. Schilder an Ortseingangstafeln fehlen.

Wichtig: Leinenpflicht für Hunde, striktes Wege-Gebot, Radfahren, Spazierengehen oder Reiten abseits von Wegen streng untersagt. In Waldflächen der Sperrzone II sind alle Aktivitäten, die geeignet wären, Wild aufzuschrecken, untersagt

November 2025: Erweiterung der Drückjagdfreigaben, auch im Lautertal - Allgemeinverfügung ab 22.11.2025 über www.kreis-bergstrasse.de/bekanntmachungen 

Was künftige Hundehalter wissen sollten

Kreis Darmstadt-Dieburg informiert: Verantwortungsvoll einen Hund aufnehmen

Die Entscheidung, einen Hund aufzunehmen, will gut überlegt sein. Denn mit dem neuen vierbeinigen Familienmitglied kommen nicht nur Freude und Gesellschaft ins Haus, sondern auch, Verpflichtungen und Kosten. Darauf weist die Kreistierschutzbeauftragte Dr. Christa Wilczek in einem neuen Merkblatt zur „Aufnahme eines Hundes“ hin. „Ein Hund ist kein spontaner Kaufartikel und auch kein Geschenk, sondern ein Lebewesen, das Fürsorge, Zeit und Zuwendung braucht – über viele Jahre hinweg“, betont Vize-Landrat Lutz Köhler. „Wer sich für einen Hund entscheidet, übernimmt eine Verantwortung, die in der Regel mehr als ein Jahrzehnt andauert. Diese Entscheidung sollte deshalb immer gut überlegt und vorbereitet sein.“

Vor der Anschaffung: gründlich nachdenken

Kreis Bergstraße und Jägerschaft arbeiten im Kampf gegen ASP eng zusammen

Oktober 2025 - Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Schimpf würdigt ehrenamtliches Engagement / Mobile Einsatzteams im Kreis Bergstraße bislang nicht notwendig

Kreis Bergstraße (kb). Der Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) beschäftigt den Kreis Bergstraße seit über einem Jahr intensiv. Eine große Rolle bei der Eindämmung der Tierseuche spielt dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Kreis und Jägerschaft. Auch in der aktuellen Phase der Seuchenbekämpfung sind die Jägerinnen und Jäger besonders wichtig. In so genannten „Weißen Zonen“ soll das Wildschweinvorkommen vollständig auf null reduziert werden – eine zentrale Maßnahme zur langfristigen Unterbrechung der Infektionsketten.

3.9.: Gottesanbeterin in Reichenbach gesehen

Maria Peter hat diese Gottesanbeterin in der Hohensteiner Straße in Reichenbach fotografiert.
Gottesanbeterinnen kommen inzwischen aufgrund der Klimaerwärmung aus dem Süden nach Deutschland.

Meldung von Wolfshinweisen in Hessen: Territorium Waldkappel und Greifenstein

August 2025: Neues Wolfsrudel etabliert sich im Territorium Waldkappel

Ehemals dem Territorium Spangenberg zugeordneter Wolfsrüde besetzt das Territorium Waldkappel und gründet ein neues Rudel.

Die Auswertung von Daten aus dem Wolfs-Monitoringjahr 2024/25 offenbart neue Entwicklungen im Gebiet rund um Waldkappel im Werra-Meißner-Kreis. Die genetischen Nachweise zeigen, dass der bislang dem Territorium Spangenberg (SPA) zugeordnete Rüde „GW2571m“ ausschließlich im ehemaligen Wolfsterritorium Waldkappel (WAK) unterwegs war. Somit wird das ihm zugeordnete Territorium für das Monitoringjahr 2024/25 rückwirkend von Spangenberg zu Waldkappel geändert. Infolgedessen entfällt das Territorium Spangenberg, während das ehemalige Territorium Waldkappel wieder als besetzt gilt.

Neuer Wolf im Territorium Greifenstein

Aus Einzelwolf wird Wolfspaar: Im Wolfsterritorium Greifenstein im Süden das Lahn-Dill-Kreises gibt es neue Entwicklungen.  Neben der seit längerem ansässigen Wolfsfähe GW2479f hat sich nun auch ihr Wurfbruder GW2478m dauerhaft im Gebiet etabliert. Aufgrund der mehrfachen Nachweise wird nach bundeseinheitlichen Monitoringkriterien (SCALP-Kriterien) der Status des Territoriums von „Einzelwolf“ auf „Paar“ geändert. Der Rüde GW2478m wurde seit Februar 2025 insgesamt viermal genetisch im Territorium Greifenstein nachgewiesen. Dabei handelt es sich in allen Fällen um Nachweise im Zusammenhang mit Nutztierschäden. An drei der Nutztierschäden wurde er gemeinsam mit seiner Wurfschwester, der Fähe GW2479f, genetisch identifiziert. Seine Schwester GW2479f ist bereits seit dem Monitoringjahr 2022/23 im Territorium Greifenstein sesshaft. Ergänzend liegt ein Video einer Fotofalle aus der Greifensteiner Bevölkerung vor, das zwei Wölfe beim gemeinsamen Markieren ihres Reviers zeigt. Das Wolfszentrum Hessen ordnet das Video den ursprünglich aus Rheinland-Pfalz stammenden Geschwistern zu. Das gemeinsame Markieren eines Rüden und einer Fähe kann als starkes Anzeichen für Sesshaftigkeit gewertet werden. Das Paar signalisiert gegenüber anderen Wölfen: „Dieses Gebiet gehört uns.“ Der Rüde wurde bereits 2022 in der Region Greifenstein einmalig dokumentiert, bevor er nach Leudscheid (Rheinland-Pfalz) zog, wo er über mehrere Jahre mit einer weiteren Wurfschwester Nachwuchs zeugte. Die Wiederkehr in das Territorium Greifenstein ab Februar 2025 und die genetischen Nachweise belegen einen Umzug des Rüden nach Hessen. Inzucht bei Wölfen ist insgesamt selten, jedoch nicht ausgeschlossen. Die Verpaarung von GW2478m mit der Wurfschwester in Rheinland-Pfalz unterstreicht diese Möglichkeit.

Wo sind Mauersegler in Reichenbach?

Die Zählung der Schwalbenarten in Reichenbach ist weitgehend abgeschlossen. Diese Zählung ist auch relativ einfach wenn man wartet bis Junge in den Nestern sind und die Fütterungen beginnen. Denn vorher halten sie den Zähler oft zum Narren, wenn sie von dem einen Nest zum anderen fliegen. Außerdem lassen sie sich scheinbar nicht gerne zählen, denn wird eine Person gesichtet, sausen sie dann lieber am Nest vorbei.

Leider ist es jetzt auch so, dass Elstern auch aus den Schwalbennestern, wie schon beobachtet wurde, die Eier oder die Jungen herausholen!!

Schwierig gestaltet sich dann schon das Zählen der Mauersegler. Das ist praktisch nur möglich wenn man einige Zeit sein eigenes Haus oder das des Nachbarn beobachtet. Deswegen bittet der „Schwalbenbeauftragte“ der Vogelschützer Karlheinz Peter nochmals die Reichenbacher Bevölkerung um Mithilfe. Lange ist nicht mehr Zeit, denn die schnellen Flieger sind schon bald wieder unterwegs in ihre Winterquartiere.

Wer weiß wo Mauersegler in Reichenbach nisten möchte doch bitte Karlheinz Peter unter o6254/1016 oder mail 
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