Das Wolfszentrum Hessen informiert künftig regelmäßig unter „WZH RADAR – Ihr amtliches Wolfsupdate für Hessen“ über aktuelle Entwicklungen. Darin werden geprüfte Informationen und relevante Neuerungen kompakt, verständlich und verlässlich zusammengefasst. Der Newsletter richtet sich an alle Interessierten, die zeitnah und fundiert über das Wolfsmonitoring in Hessen informiert bleiben möchten.
„Landschaft anpacken“ – Weiterbildung lädt zum unverbindlichen Einstieg in die praktische Landschaftspflege ein - Anmeldeschluss ist der 15. März 2026
Odenwald / Bergstraße / Spessart – Artenreiche Wiesen, Streuobstwiesen und offene Landschaften prägen die Regionen – doch ihr Erhalt ist kein Selbstläufer. Um dem zunehmenden Pflegebedarf zu begegnen, bieten die Landschaftspflegeverbände der Landkreise Bergstraße, Miltenberg und des Odenwaldkreises gemeinsam die Weiterbildung „Landschaft anpacken“ an. Die modulare Fortbildung startet im April 2026 und richtet sich an Menschen jedes Alters mit und ohne Vorkenntnisse.
Alle Personen mit Spaß an der Arbeit im Freien können hier unverbindlich in die praktische Landschaftspflege hineinschnuppern. Besonders ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden in diesem Bereich dringend gesucht – die Weiterbildung bietet hierfür eine ideale Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln, praktische Arbeiten kennenzulernen und herauszufinden, ob ein langfristiges Engagement infrage kommt.
Die Weiterbildung richtet sich aber auch an alle anderen am praktischen Naturschutz interessierten Personen wie Landwirtinnen und Landwirte im Neben- oder Haupterwerb, Mitarbeitende von Bauhöfen, Personen aus dem Garten- und Landschaftsbau sowie naturinteressierte Bürgerinnen und Bürger. „Viele Menschen möchten sich für Natur und Landschaft einsetzen, wissen aber nicht genau, was sie erwartet. Mit dieser Weiterbildung wollen wir eine niedrigschwellige Möglichkeit schaffen, einfach mal mit anzupacken und Erfahrungen zu sammeln“, so die Veranstalter.
Gleichzeitig eröffnet die Teilnahme Perspektiven für ein späteres ehrenamtliches oder bezahltes Engagement auf den zahlreichen Naturschutz- und Biotopflächen der beteiligten Landschaftspflegeverbände. In fünf über das Jahr verteilten Modulen lernen die Teilnehmenden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Maßnahmen der Landschaftspflege kennen. Dazu zählen unter anderem die Pflege artenreicher Wiesen, der Umgang mit Problempflanzen, das Anlegen und Erhalten von Streuobstwiesen sowie die Entbuschung zugewachsener Flächen. Alle Modultage verbinden Theorie mit praktischen Arbeitseinsätzen vor Ort – inklusive Einweisung in Arbeitssicherheit und Maschinenkunde.
Die Weiterbildung umfasst alle fünf Module, die an verschiedenen Orten der drei Landkreise durchgeführt werden und schließt mit einer Teilnahmebescheinigung ab. Einzelmodule können nicht gebucht werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro (ohne Verpflegung).
Anmeldeschluss ist der 15. März 2026.
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.landschaftspflegeverband-bergstrasse.de/landschaft-anpacken und bei den drei beteiligten Landschaftspflegeverbänden.
Pflanzenporträt für Februar: das Gänseblümchen (Bellis perennis) - Kleines Winterwunder am Wegesrand
Wenn draußen noch alles nach Winter aussieht, macht es das Gänseblümchen oft schon vor: Es blüht unermüdlich und am liebsten dort, wo der Mensch unterwegs ist – auf Wiesen, in Gärten und an Wegrändern. Und das Beste: Es ist nicht nur hübsch, sondern auch essbar und vielseitig nutzbar.
8. Januar 2026 - Grund dafür ist die stabile Lage ohne weitere Ausbrüche / Allgemeinverfügung vom 30. Oktober wird aufgehoben
Kreis Bergstraße (kb). Da seit einigen Wochen keine weiteren Ausbrüche der Geflügelpest im Kreis Bergstraße aufgetreten sind und damit das Risiko der Einschleppung des Virus in die Geflügelbestände gesunken ist, wird der Kreis die Allgemeinverfügung vom 30.10.2025 (Aufstallungspflicht, Verbot von Veranstaltungen, Abgabe von Geflügel im Reisegewerbe, Biosicherheitsmaßnahmen) aufheben.
Geflügel muss daher nach Bekanntgabe der Allgemeinverfügung zur Aufhebung nicht mehr in Ställen oder besonders geschützten Vorrichtungen untergebracht werden.
Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf warnt davor, lebende Tiere an Weihnachten zu verschenken und appelliert an Verantwortungsbewusstsein
Kreis Bergstraße (kb). Kurz vor Weihnachten steigt jedes Jahr die Zahl der spontan gekauften Haustiere – vom niedlichen Welpen über kleine Kätzchen bis hin zu exotischen Arten wie Bartagamen. Viele dieser Tiere werden unüberlegt angeschafft, häufig sogar als Geschenk. Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und für das Veterinäramt zuständige Dezernent Matthias Schimpf warnt: „Wer ein Tier verschenkt, verpflichtet den Beschenkten dazu, ein Leben lang Verantwortung zu übernehmen - mit Zeit, Engagement und finanziellen Aufwendungen. Tiere sollten daher niemals eine Überraschung unter dem Weihnachtsbaum sein.“
Wichtig: Leinenpflicht für Hunde, striktes Wege-Gebot, Radfahren, Spazierengehen oder Reiten abseits von Wegen streng untersagt. In Waldflächen der Sperrzone II sind alle Aktivitäten, die geeignet wären, Wild aufzuschrecken, untersagt
Kreis Darmstadt-Dieburg informiert: Verantwortungsvoll einen Hund aufnehmen
Die Entscheidung, einen Hund aufzunehmen, will gut überlegt sein. Denn mit dem neuen vierbeinigen Familienmitglied kommen nicht nur Freude und Gesellschaft ins Haus, sondern auch, Verpflichtungen und Kosten. Darauf weist die Kreistierschutzbeauftragte Dr. Christa Wilczek in einem neuen Merkblatt zur „Aufnahme eines Hundes“ hin. „Ein Hund ist kein spontaner Kaufartikel und auch kein Geschenk, sondern ein Lebewesen, das Fürsorge, Zeit und Zuwendung braucht – über viele Jahre hinweg“, betont Vize-Landrat Lutz Köhler. „Wer sich für einen Hund entscheidet, übernimmt eine Verantwortung, die in der Regel mehr als ein Jahrzehnt andauert. Diese Entscheidung sollte deshalb immer gut überlegt und vorbereitet sein.“
Oktober 2025 - Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Schimpf würdigt ehrenamtliches Engagement / Mobile Einsatzteams im Kreis Bergstraße bislang nicht notwendig
Kreis Bergstraße (kb). Der Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) beschäftigt den Kreis Bergstraße seit über einem Jahr intensiv. Eine große Rolle bei der Eindämmung der Tierseuche spielt dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Kreis und Jägerschaft. Auch in der aktuellen Phase der Seuchenbekämpfung sind die Jägerinnen und Jäger besonders wichtig. In so genannten „Weißen Zonen“ soll das Wildschweinvorkommen vollständig auf null reduziert werden – eine zentrale Maßnahme zur langfristigen Unterbrechung der Infektionsketten.
Maria Peter hat diese Gottesanbeterin in der Hohensteiner Straße in Reichenbach fotografiert. Gottesanbeterinnen kommen inzwischen aufgrund der Klimaerwärmung aus dem Süden nach Deutschland.
August 2025: Neues Wolfsrudel etabliert sich im Territorium Waldkappel
Ehemals dem Territorium Spangenberg zugeordneter Wolfsrüde besetzt das Territorium Waldkappel und gründet ein neues Rudel.
Die Auswertung von Daten aus dem Wolfs-Monitoringjahr 2024/25 offenbart neue Entwicklungen im Gebiet rund um Waldkappel im Werra-Meißner-Kreis. Die genetischen Nachweise zeigen, dass der bislang dem Territorium Spangenberg (SPA) zugeordnete Rüde „GW2571m“ ausschließlich im ehemaligen Wolfsterritorium Waldkappel (WAK) unterwegs war. Somit wird das ihm zugeordnete Territorium für das Monitoringjahr 2024/25 rückwirkend von Spangenberg zu Waldkappel geändert. Infolgedessen entfällt das Territorium Spangenberg, während das ehemalige Territorium Waldkappel wieder als besetzt gilt.
Neuer Wolf im Territorium Greifenstein
Aus Einzelwolf wird Wolfspaar: Im Wolfsterritorium Greifenstein im Süden das Lahn-Dill-Kreises gibt es neue Entwicklungen. Neben der seit längerem ansässigen Wolfsfähe GW2479f hat sich nun auch ihr Wurfbruder GW2478m dauerhaft im Gebiet etabliert. Aufgrund der mehrfachen Nachweise wird nach bundeseinheitlichen Monitoringkriterien (SCALP-Kriterien) der Status des Territoriums von „Einzelwolf“ auf „Paar“ geändert. Der Rüde GW2478m wurde seit Februar 2025 insgesamt viermal genetisch im Territorium Greifenstein nachgewiesen. Dabei handelt es sich in allen Fällen um Nachweise im Zusammenhang mit Nutztierschäden. An drei der Nutztierschäden wurde er gemeinsam mit seiner Wurfschwester, der Fähe GW2479f, genetisch identifiziert. Seine Schwester GW2479f ist bereits seit dem Monitoringjahr 2022/23 im Territorium Greifenstein sesshaft. Ergänzend liegt ein Video einer Fotofalle aus der Greifensteiner Bevölkerung vor, das zwei Wölfe beim gemeinsamen Markieren ihres Reviers zeigt. Das Wolfszentrum Hessen ordnet das Video den ursprünglich aus Rheinland-Pfalz stammenden Geschwistern zu. Das gemeinsame Markieren eines Rüden und einer Fähe kann als starkes Anzeichen für Sesshaftigkeit gewertet werden. Das Paar signalisiert gegenüber anderen Wölfen: „Dieses Gebiet gehört uns.“ Der Rüde wurde bereits 2022 in der Region Greifenstein einmalig dokumentiert, bevor er nach Leudscheid (Rheinland-Pfalz) zog, wo er über mehrere Jahre mit einer weiteren Wurfschwester Nachwuchs zeugte. Die Wiederkehr in das Territorium Greifenstein ab Februar 2025 und die genetischen Nachweise belegen einen Umzug des Rüden nach Hessen. Inzucht bei Wölfen ist insgesamt selten, jedoch nicht ausgeschlossen. Die Verpaarung von GW2478m mit der Wurfschwester in Rheinland-Pfalz unterstreicht diese Möglichkeit.
Die Zählung der Schwalbenarten in Reichenbach ist weitgehend abgeschlossen. Diese Zählung ist auch relativ einfach wenn man wartet bis Junge in den Nestern sind und die Fütterungen beginnen. Denn vorher halten sie den Zähler oft zum Narren, wenn sie von dem einen Nest zum anderen fliegen. Außerdem lassen sie sich scheinbar nicht gerne zählen, denn wird eine Person gesichtet, sausen sie dann lieber am Nest vorbei.
Leider ist es jetzt auch so, dass Elstern auch aus den Schwalbennestern, wie schon beobachtet wurde, die Eier oder die Jungen herausholen!!
Schwierig gestaltet sich dann schon das Zählen der Mauersegler. Das ist praktisch nur möglich wenn man einige Zeit sein eigenes Haus oder das des Nachbarn beobachtet. Deswegen bittet der „Schwalbenbeauftragte“ der Vogelschützer Karlheinz Peter nochmals die Reichenbacher Bevölkerung um Mithilfe. Lange ist nicht mehr Zeit, denn die schnellen Flieger sind schon bald wieder unterwegs in ihre Winterquartiere.
Wer weiß wo Mauersegler in Reichenbach nisten möchte doch bitte Karlheinz Peter unter o6254/1016 oder mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. informieren!!
Asiatische Tigermücke: Kleiner Plagegeist mit großem Risiko
Wer sich und andere vor der Tigermücke schützen will, kann mit wenigen Handgriffen etwas tun, um die Ansiedlung auf dem eigenen Grundstück zu vermeiden:
Wasseransammlungen zum Beispiel in Blumentopfuntersetzern, ungenutzten Gießkannen, Sonnenschirmfüßen oder Eimern vermeiden, Regentonnen und andere Gefäße lückenlos abdecken
Wasser in Vogeltränken oder Planschbecken mindestens einmal wöchentlich austauschen
Regenrinnen mehrmals im Jahr vom Laub befreien, damit kein Wasserstau entsteht
auf dem Friedhof ungenutzte Blumenvasen auf den Kopf stellen.
Auch Teiche bieten eine Brutstätte für Stechmücken. Fische und die in naturbelassenen Gartenteichen lebenden Insekten fressen Stechmückenlarven. Daher: Biodiversität des Gartenteiches fördern.
Kreis Bergstraße (kb). Sie ist nur wenige Millimeter groß und trotzdem ein aggressiver Plagegeist, der einem die Sommerstimmung gründlich vermiesen kann: die Asiatische Tigermücke. Auch im Kreis Bergstraße hat sich das ursprünglich aus Südostasien stammende Insekt, begünstigt durch den Klimawandel und den globalisierten Reise- und Warenverkehr, seit dem Jahr 2021 in mehreren Kommunen angesiedelt. Nachgewiesen wurde sie unter anderem in Hirschhorn, Einhausen, Bürstadt, Neckarsteinach und Lampertheim. „Die Asiatische Tigermücke kann unsere Lebensqualität im Sommer erheblich mindern, vor allem, wenn sie sich weiter ausbreitet. Zudem birgt sie das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern. Deshalb ist es uns als Kreisverwaltung ein Anliegen, die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete und für das Gesundheitsamt zuständige Dezernentin Angelika Beckenbach.
Der Diplom-Biologe Artur Jöst, Leiter der AG Exotische Stechmücken bei der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS), betont: „Die Asiatische Tigermücke wird in der Oberrheinebene dauerhaft präsent bleiben. Wir müssen lernen, mit ihr zu leben. Unser Ziel muss es daher sein, ihre Population so klein wie möglich zu halten. Denn die Tigermücke sticht, anders als heimische Exemplare, auch bei Tage und verfolgt aktiv die Opfer, die sie stechen möchte.“
Hinzu kommt, dass die Asiatische Tigermücke potenziell gefährliche Krankheitserreger übertragen kann. Rund 25 Viren, darunter Chikungunya-, Dengue-, Zika- und West-Nil-Viren, können von dem Insekt durch einen Stich auf den Menschen übertragen werden, sofern es vorher eine infizierte Person gestochen hat. Durch Reiserückkehrer treten diese tropischen Krankheiten auch in Deutschland auf, so gab es im Kreis Bergstraße im Jahr 2024 zum Beispiel 13 dokumentierte Fälle von Dengue-Fieber. Eine nachgewiesene Übertragung durch eine Tigermücke gab es in Hessen bislang aber nicht. „Es gibt keinen Grund zur Panik, noch sind es auch relativ wenige Fälle dieser Krankheiten, die nach Deutschland eingeschleppt werden. Doch mit einer weiteren Verbreitung der Tigermücke steigt auch das Risiko“, sagt Artur Jöst von der KABS.
Die Geschäftsstelle Klimaanpassung des Hessischen Landesamtes für Gesundheit und Pflege (HLfGP), die dem Hessischen Gesundheitsministerium untergeordnet ist, überwacht die Verbreitung der Tigermücke mit einem Stechmücken-Monitoring. Wer glaubt, eine Tigermücke eingefangen zu haben, kann sie zur Bestimmung ans HLfGP schicken. Weitere Informationen hierzu gibt es unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Die typischen Erkennungsmerkmale der Asiatischen Tigermücke: Ihre hinteren Beine enden mit einem breiten weißen Schuppenstreifen. Ein weiteres auffälliges Merkmal ist der weiße Streifen, der sich vom Hinterkopf über den Rücken bis hin zum Flügelansatz erstreckt.
„Wir alle können dazu beitragen, die Gesundheitsgefährdung durch die Asiatische Tigermücke in Hessen gering zu halten. Dazu sensibilisieren wir die Menschen für dieses Thema und wollen sie motivieren, selbst aktiv zu werden, um die Ansiedelung der Tigermücke von vornherein zu verhindern – denn das ist der beste Schutz“, erklärt die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz.
Die Asiatische Tigermücke fühlt sich in urbanen Räumen wohl. Sie bevorzugt kleine Wasseransammlungen als Brutstätten. Schon wenige Milliliter stehendes Wasser reichen aus, damit sich ihre Larven entwickeln können. Mögliche Brutstätten können daher sein: nicht abgedeckte Regentonnen, Eimer, Gießkannen, Blumenkästen mit Wasserspeicher, Blumentopf-Untersetzer, Blumenvasen auf Friedhöfen, im Freien gelagerte Reifen, Sonnenschirmfußständer, verstopfte Regenrinnen, Gullys, aber auch die weggeworfene Coladose im Gebüsch. Keine Brutstätten sind gechlorte Pools und belebte Gartenteiche, in denen zum Beispiel Fische die Mückenlarven fressen können.
Für eine Eindämmung der Population sorgt auch die KABS, die in ihren Mitgliedskommunen auch im Kreis Bergstraße gegen die Asiatische Tigermücke vorgeht. Eine vollständige Auslöschung ist dabei aber nur noch bei kleinen, lokal begrenzten Populationen möglich. Bei größeren, weit verbreiteten Populationen konzentriert sich die Bekämpfung durch Fachpersonal inzwischen vor allem auf sensible Bereiche wie Altenheime oder Kindergärten, während gleichzeitig die Bevölkerung für eigenständiges Handeln sensibilisiert wird. „Das Ziel muss es sein, die Populationsdichte zu minimieren. Nur so können wir Lebensqualität erhalten und das Krankheitsrisiko so weit wie möglich minimieren“, sagt Artur Jöst von der KABS.
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6.10.23 Asiatische Tigermücke erstmals in Bensheim nachgewiesen - Erneute Erstsichtung im Kreis / Bevölkerung weiterhin zu Mithilfe bei Eindämmung aufgerufen
Kreis Bergstraße (kb). In Bensheim wurde zum ersten Mal die Sichtung der Asiatische Tigermücke gemeldet. Das bestätigt das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP). Nach der Erstsichtung im Lorscher Stadtgebiet im Sommer ist das Insekt nun in einem weiteren Gebiet des Kreises angekommen. Bislang ist noch unklar, ob es sich um einen Einzelfund oder eine etablierte Population handelt. Da das Tier aber als potenzieller Überträger von gefährlichen Krankheiten gilt, sind alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, dazu beizutragen, das Ausbreiten dieser Mückenart im Kreisgebiet zu vermeiden.
In Anbetracht der nahenden Herbst- und Wintertemperaturen ist es vor allem wichtig, mögliche Ablagen von Überwinterungseiern der Asiatischen Tigermücke zu verhindern. Diese potenziellen Brutstätten sind in sogenannten Kleinstgewässern zu finden. Das sind kleine Wasseransammlungen, wie etwa Abflüsse, Teiche, Regentonnen, Blumenvasen, Planschbecken und jegliche weiteren Behälter, in denen sich stehendes Wasser befindet. Dort finden sich die Eier, Puppen beziehungsweise Larven des Insekts. Deswegen sollten Wasseransammlungen – auch in Blumentopfuntersetzern, ungenutzten Gießkannen oder Eimern – im besten Fall vermieden und Regentonnen abgedeckt werden. Wasser in Vogeltränken oder Planschbecken sollte regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, ausgetauscht werden. Zudem sollten Regenrinnen mehrmals im Jahr vom Laub befreit werden. Damit die Eier und Larven des Insekts nicht über das Abwasser verteilt werden, sollte abgestandenes Wasser außerdem nicht in den Gully gegeben, sondern direkt vergossen werden. „Die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger ist nicht nur bei der Eindämmung der Verbreitung des Insekts gefragt, sondern auch bei der Meldung möglicher Sichtungen. Wer eine „verdächtige“ Mücke entdeckt hat, kann entweder versuchen, diese zu fangen und zur Bestimmung an das HLfGP senden, oder fotografieren und ein Foto des Tieres an das Landesamt schicken“, betont die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz. Fotos der Asiatischen Tigermücke können an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich in den letzten Jahrzehnten durch den globalen Handels- und Reiseverkehr weltweit verbreitet. Auch im Kreis Bergstraße wurde das Insekt in den vergangenen Jahren bereits in Hirschhorn, Einhausen, Bürstadt, Bobstadt, Neckarsteinach und zuletzt auch in Lorsch gesichtet. Weitere Informationen rund um die Asiatische Tigermücke sowie Maßnahmen zur Eindämmung gibt es unter https://hlfgp.hessen.de/klimawandel-und-gesundheit/asiatische-tigermuecke.
April 2023: Was tun gegen die Asiatische Tigermücke? Das Insekt wird immer wieder auch im Kreis Bergstraße nachgewiesen
Die Stechmücke paßt sich der Klimaveränderung an und kommt deshalb auch in unseren Breiten inzwischen an einigen Stellen vor. Das Umweltbundesamt verweist auf das Projekt Mückenatlas, bei dem jeder Interessierte seine Beobachtungen mitteilen kann. Dort gibt es eine Karte mit den Einträgen, aus welchen Regionen schon bestimmte Mücken eingeschickt wurden. Welche Krankheiten die Tigermücke überträgt, finden Sie auf den Seiten von Gesundheit.de. Dort erfahren Sie auch wie sich die Tigermücke in Deutschland verbreitet: Erstsichtung war 2007 auf einem Parkplatz an der Autobahn 5 in der Nähe der Schweizer Grenze. Seit 2014 etablieren sich auch größere Bestände der Tigermücke in Deutschland, besonders in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.
Offene Wasserbehälter abdecken, ausleeren oder wöchentlich auffrischen
April 2023: Informationsveranstaltung von Kreis Bergstraße und Stadt Bürstadt
Kreis Bergstraße (kb). Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und ist potenzieller Überträger verschiedener Krankheitserreger, unter anderem der Gelbfieber-Viren. Da das Insekt bereits seit Jahrzehnten in Deutschland und schon seit zwei Jahren in Folge auch in Hessen immer wieder nachgewiesen wird, hatte die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Bergstraße Diana Stolz gemeinsam mit der Stadt Bürstadt zu einer Informationsveranstaltung rund um das Tier eingeladen. Noch vor Beginn der Tigermücken-Saison wurden die Bergsträßerinnen und Bergsträßer so auf die möglichen Gefahren und Möglichkeiten der Eindämmung des Insektes aufmerksam gemacht. Als Referentinnen und Referenten waren der Leiter der Arbeitsgruppe Exotische Stechmücken von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V (KABS) und Diplom-Biologe Artur Jöst, sowie Dr. Elisa Stickler und Dr. Andreas Larem vom Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) vor Ort.
Die Asiatische Tigermücke ist ein sogenannter Vektor und trägt somit Krankheitserreger nicht von Natur aus in sich, sondern muss zunächst einen infizierten Menschen stechen, um selbst zum Überträger zu werden. Das Insekt hat allerdings die Eigenschaft, kurz aufeinanderfolgende Blutmahlzeiten an mehreren Individuen zu sich zu nehmen, wodurch sich das Übertragungspotenzial erhöht. In Hessen wurde bisher noch keine Übertragung von Krankheitserregern durch eine Asiatische Tigermücke bei einem Menschen dokumentiert. Damit dies auch so bleibt, ist es wichtig, die Ansiedlung des Tieres von vornerein zu verhindern. Hierbei ist die Bevölkerung eine wichtige Zielgruppe, denn sie kann die Ansiedlung des Insekts durch einfache Maßnahmen im eigenen Garten und auf dem eigenen Grundstück verhindern. Bürgerinnen und Bürger sollten beispielswese Wasseransammlungen in Blumentopfuntersetzern, ungenutzten Gießkannen oder Eimern vermeiden und Regentonnen abdecken. Außerdem sollte Wasser in Vogeltränken oder Planschbecken mindestens einmal wöchentlich ausgetauscht werden. Eingefangene Mücken können zur Bestimmung an das HLfGP gesendet werden. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum hessischen Tigermücken-Monitoring geleistet, das seit 2020 durchgeführt wird.
Da die Asiatische Tigermücke sowie die entsprechenden Krankheitserreger in Hessen bislang nicht häufig vorkommen, ist auch ein Stich des Insekts nach aktuellem Stand kein Grund zur Beunruhigung. Wie bei üblichen Mückenstichen können diese mit juckreizlindernden Salben behandelt werden. Sollten aber wenige Tage nach einem Stich plötzlich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen oder Erschöpfungszustände eintreten, sollte man zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt besonders dann, wenn die Beschwerden nach einem Auslandsaufenthalt in Risikogebieten, in denen sowohl Stechmücken als auch Krankheitserreger verbreitet sind, auftreten. Dazu zählen beispielsweise südeuropäische Länder, Südostasien sowie Mittel- und Südamerika.
Gemeinsam für Hessens Zukunftswälder: Erfolgreiche Pflanzsaison und starkes Bürgerengagement
Der Landesbetrieb HessenForst zieht eine positive Bilanz der Frühjahrspflanzsaison 2025. Besonderer Dank gilt den hessischen Bürgerinnen und Bürger für ihre Beteiligung bei öffentlichen Pflanzaktionen. Der Landesbetrieb HessenForst blickt auf eine erfolgreiche Frühjahrspflanzsaison zurück: Rund 2 Millionen junge Bäume wurden auf einer Fläche von etwa 700 Hektar in Hessens Wäldern gepflanzt. Ziel dieser großangelegten Aktion war es, die Wälder klimastabil wiederaufzubauen und sie fit für die Herausforderungen des Klimawandels zu machen.