Netzwerk bergstraße.mobil
Oktober 2026: In der aktuellen Diskussion um die beiden Neubaustrecken-Projekte Mannheim – Karlsruhe und Mannheim – Frankfurt der Deutschen Bahn, in die sich der Verband Region Rhein-Neckar, der VRN und die Stadt Mannheim mit neuen Forderungen zum Bahnknoten Rhein-Neckar eingeschaltet haben, kritisiert das Netzwerk bergstraße.mobil die fehlende Integrierte Planung von Großprojekten im Bereich der Schiene.
Dass es nicht schon längst ein eigenes Planungsrojekt für den Bahnknoten Rhein-Neckar gibt, steht exemplarisch für die stückwerkhafte Planungsmethodik, wie wir sie fast überall in Deutschland vorfinden, so das Netzwerk. So seien seit den 1980er Jahren vor allem Schnellfahrstrecken für ICEs neu geplant und gebaut worden, während die bestehenden Knoten – also dort wo unterschiedliche Strecken zusammentreffen – vernachlässigt wurden. Erst in den vergangenen zehn Jahren ist eine Trendwende erkennbar, von der die Region Rhein-Neckar jedoch nicht profitieren konnte. Weder gibt es ein eigenes Planungsprojekt zum Knoten Rhein-Neckar, noch nutzt man die vorhandenen aneinander andockenden Neubaustrecken-Großprojekte entsprechend. Warum die Bahn lieber zwei räumlich nahe beieinander liegende Neubaustreckenprojekte gleichzeitig verfolgt, anstatt einen größeren Korridor von Frankfurt bis Karlsruhe einschließlich des Knotens Rhein-Neckar integriert zu bearbeiten, ist für außenstehende nur schwer nachvollziehbar und wird Mannheim in den nächsten Jahren noch stärker als heute zu einem Engpass im deutschen Bahnnetz machen.