GSS Geschichtswerkstatt: Denkmal für Zwangsarbeiter - Präsentation 27. Januar

Scholl-Schüler laden Bürgerschaft zur Begutachtung der Denkmal-Modelle ein / Jury wählt Entwurf zur Umsetzung auf Schulgelände aus. Beitrag Bensheims zum Holocaust-Gedenktag, 27.1.2026

„Endlich können wir den ersten Schritt in die Öffentlichkeit gehen und unsere Modelle für ein Denkmal, das den Zwangsarbeitern im ehemaligen Tonwerk Heppenheim-Bensheim gewidmet wird, vorstellen“, hört man aus den Reihen der 10.-Klässler*innen, welche am gleichnamigen Projekt beteiligt sind. Melanie Wüst und Martin Zipp, die beiden federführenden Lehrkräfte, welche die Schülerschaft begleiten, freuen sich mit Realschul-Leiterin Sandra Maus über prominente Unterstützung bei der Auswahl des Siegerentwurfes.

Die beiden beteiligten Kunst- & Architektur-Lerngruppen hatten sich im ersten Halbjahr des aktuellen Schuljahres zunächst intensiv mit der unmenschlichen Lebens- und Arbeitssituation der Zwangsarbeiter im Heppenheimer Tonwerk, das auch eine Außenstelle in Bensheim betrieb, auseinandergesetzt. In einem zweiten Arbeitsschritt entwickelten sie erste Ideen, wie man diesen NS-Opfern in plastischer Ausdrucksform gedenken könnte. Hierbei überlegten sie stets, wie das damalige Schicksal dargestellt und gleichzeitig heutige Betrachtende zum Nachdenken angeregt werden könnten. 

Stolpersteine in Elmshausen: im HR vorgestellt

Hessischer Rundfunk stellt Projekt der Geschichtswerkstatt vor

GSS-Stolpersteinprojekt für die NS-Opferfamilie Israel aus Elmshausen Teil eines Fernsehbeitrages / Projektarbeit erfährt wachsenden Anteil des regionalen Bewusstseins

26. Dezember – zweiter Weihnachtsfeiertag 2025: Das ganze Dorf Elmshausen in Lautertal, einer Nachbarkommune von Bensheim und Einzugsgebiet der GSS, ist auf den Beinen. Der Hessische Rundfunk dreht einen Fernsehbeitrag über Elmshausen als Dolles Dorf für die Hessenschau. Mittendrin stehen die Geschichtslehrkräfte Nikola Kratzmann (Foto rechts), Frank Maus sowie Claudia Sudheimer (Foto links), die Schulleiterin der örtlichen Grundschule. 

Umgang mit Migranten heute

Aktuelles zum Umgang mit Migranten: wie passen Fachkräftemangel und Abschiebungspolitik zusammen?

Während vor fast 90 Jahren Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus England, Frankreich, Belgien, Polen und vielen weiteren Ländern in Deutschland schuften mußten, um den Fachkräftemangel auszugleichen, ist die Situation heute umgekehrt - trotz Fachkräftemangel. 

Manches in Elisabeth Meisters Aufsatz "Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen ab 1939 in Reichenbach" liest sich als wäre es kürzlich erst geschehen. 

Populistische Politiker und Medien stellen die "hohe Kriminalitätsrate von Migranten" in den Vordergrund und vergessen dabei, daß in der Pflege, in der Paketzustellung, in der Reinigungsbranche oder der Lageristik und anderen nichts mehr funktionieren würde, wenn wir "Biodeutschen" auf uns gestellt wären. 

Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen ab 1939 in Reichenbach

Die Reichenbacherin Elisabeth Meister veröffentlichte im aktuellen Band 58 der Geschichtsblätter für den Kreis Bergstraße einen umfangreichen Beitrag zur Situation der Zwangsarbeiter in Reichenbach. Hier gab es ein Kriegsgefangenenlager. Meister fragte sich: Wie lebten die Menschen? Und wie wurden sie von der einheimischen Bevölkerung behandelt?

Diese Frage blieb auch nach Kriegsende wichtig, denn erst 1999 bekannte sich der damalige Bundespräsident Johannes Rau zur Verantwortung von Staat und Unternehmen und zur moralischen Pflicht, Entschädigungen zu zahlen. 13,5 Millionen Zwangsbeschäftigte gab es während des 2. Weltkrieges, davon die Hälfte in der Rüstungsindustrie und ein gutes Drittel in der Landwirtschaft. 2,7 Millionen von ihnen kamen durch die harte Arbeit oder durch Mord ums Leben.

25.11. Internationaler Tag Gegen Gewalt an Frauen

Der 25. November wurde 1981 als Gedenktag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen, 1999 wurde er von den Vereinten Nationen als Internationaler Gedenktag anerkannt.

Was Puzzle-Steinchen mit Gewalt gegen Frauen zu tun haben

Darmstadt-Dieburg. Der Knackpunkt beim Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in vielen Gesprächen die Wahrnehmung, dass es sich in Fällen von Gewalt gegen Frauen um ein individuelles Beziehungsgeschehen handelt: Ein Paar streitet miteinander, einer flippt aus und schlägt zu. Natürlich findet niemand das in Ordnung, wenn so etwas passiert, aber so etwas passiert halt mal. Der Gedanke, dass dieses Handeln unmittelbar mit gesellschaftlichen Strukturen, Normen, Werten und Rollenbildern verbunden ist und nicht „einfach mal passiert“, ist für viele Menschen sehr abstrakt.

Angebote der Flüchtlingshilfe Kreis Bergstraße

Deniz Inal, Koordinationsstelle Asyl-Ehrenamt im Caritasverband Darmstadt e.V. Migrationsdienst Bergstraße

https://www.caritas-darmstadt.de/cms/contents/caritas-darmstadt.de/medien/dokumente/beratung-und-hilfe/flyer-koordinationss/flyer-koordinationsstelle_asyl_stand_09-2021_v6.pdf

Einladung zur Demokratiekonferenz am 01.11.2025

„Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ wird am 01.11.2025 die erste Demokratiekonferenz durch das Bündnis „Partnerschaft für Demokratie“ im ehem. Sanner-Forum, in Bensheim stattfinden. Alle Bürger*innen der Stadt und Stadteile von Bensheim sind herzlich eingeladen. Die Partnerschaft für Demokratie ermöglichen eine zielgerichtete Zusammenarbeit aller vor Ort relevanten Akteur*innen für Aktivitäten in den Handlungsfeldern des Bundesprogramms. Die Stadt Bensheim wird seit diesem Jahr durch das Bundesprogramm gefördert.  Im Rahmen der Demokratiekonferenz wird auch der **Markt der Möglichkeiten** stattfinden - ein interaktives Forum, bei dem sich Vereine, Initiativen und Projekte vorstellen werden. Hierfür kann man sich noch bis zum 10.10. unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden.“ - Koordinierungs- und Fachstelle Demokratie Leben

Einladung: Vortrag: Kurdistan am 30.10.2025

Der Arbeitskreis Asyl und Integration veranstaltet in Kooperation mit der Stadt Zwingenberg einen Vortrag zum Thema „Fluchtursachen von Kurdinnen und Kurden“. Friedrich Roeingh, Länderexperte der Medienholding VRM Main wird referieren. Im Anschluss ist Zeit und Raum für Fragen und einen gemeinsamen Austausch. Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang.

Informationen zur Afghanistan-Situation

Gerne möchte ich Ihnen eine Information von Frau Helmke – Abteilungsleiterin Ausländer- und Migrationsamt weiterleiten: Dokumente vom afghanischen Konsulat in Bonn werden seit einiger Zeit nicht anerkannt. Dies bedeutet, dass Vorsprachen bei der dortigen Heimatvertretung nicht empfohlen werden sollten. Weiter Fragen zu diesem Thema können über die Koordinationsstelle geklärt werden.

Sport- und Spielangebot für Kinder in der Kapuzinerhalle

Der städtische Sportcoach Ahmad Alzerikli bietet seit dem 1.Oktober in der Kapuzinerhalle des Caritas Zentrums Franziskushaus ein Sport- und Spielangebot für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren (mit und ohne Integrationshintergrund) an. Die Termine finden dienstags von 15 bis 16 Uhr, sowie samstags von 11 bis 12 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Frau Inal stellt folgende Infos zur Verfügung: Gewaltschutz für Ehrenamtliche, Schachtreff, Fahrradkurs, Psychosoziale Beratung - siehe Anhänge.

Leitfaden: Gewaltschutz für Ehrenamtliche in Flüchtlingsunterkünften

Im Rahmen des Projekts „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in der Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)“ wurde ein praxisnaher Leitfaden für Ehrenamtliche, die sich in Flüchtlingsunterkünften engagieren, entwickelt und veröffentlicht. Den Leitfaden finden Sie im Anhang.

WeCare: Psychosoziale Beratung für Geflüchtete

Der gemeinnützige Verein „Medical Volunteers International e.V.“ möchte mit WeCare Menschen mit Fluchtgeschichte in Deutschland einen kostenlosen, niedrigschwelligen Zugang zu psychosozialer Beratung ermöglichen. Unabhängig davon, welche Sprache man spricht oder wo in Deutschland man wohnt. Aus diesem Grund findet WeCare digital und in Anwesenheit einer Sprachmittlung statt. Aktuell verfügbare Sprachen: Ukrainisch, Russisch, Englisch, Arabisch, Französisch, Farsi, Dari und Kurmandschi. Geleitet werden die Beratungen von einem Team traumasensibler Fachberater*innen. Die Kontaktaufnahme erfolgt via WhatsApp, bevor ein Beratungstermin oder eine etwaige Weitervermittlung vereinbart wird. Im Anhang finden Sie den Flyer auf Deutsch und Englisch, sollten Sie an Flyern in weiteren Sprachen interessiert sein, schreiben Sie mich gerne an.

Schachtreff & Fahrradkurs in Bensheim

Das Team Soziales und Integration der Stadt Bensheim hat zwei neue Angebote:

  • Fahrradkurs: Auch in diesem Jahr findet wieder in den Osterferien ein Fahrradkurs für Frauen statt. Alle Informationen und Anmeldevoraussetzungen können Sie dem Flyer im Anhang entnehmen.
  • Schachtreff: Seit dem 06.März findet ein neuer Schachtreff, jeweils donnerstags von 15:00-16:30 Uhr im städtischen Integrationszentrum (Hauptstraße 53, Bensheim) statt. Das Angebot richtet sich an alle Altersklassen, Anfänger und Fortgeschrittene und TeilnehmerInnen verschiedener Nationalitäten. Weitere Informationen können Sie dem Flyer im Anhang entnehmen.

Gesundheitswegweiser in 16 Sprachen

Die Stadt Viernheim hat ausführliche Gesundheitswegweiser mit aktuellen Informationen zum Gesundheitswesen in Deutschland, zu wichtigen Vorsorgeuntersuchen und zum Verhalten im Notfall veröffentlicht. Über den folgenden Link kommen Sie auf die Homepage.  

Begegnungshof: Hofcafé ohne Grenzen

Die Sonnenkinder Elterninitiative lädt am 30. März wieder zum monatlich stattfindenden „Hofcafé ohne Grenzen“ auf Ihrem Begegnungshof ein. Das Angebot ist für alle interessierten Familien mit Migrations- und Fluchthintergrund offen und bietet neben der Begegnung und dem Austausch mit einer Buddy-Familie auch ein tierpädagogisches Angebot für Kinder. Nach Absprache mit den Organisatoren ist im Bedarfsfall auch eine Abholung/ Fahrt zum Angebot möglich. Den Flyer mit allen weiteren Informationen, sowie allen weiteren Terminen, finden Sie im Anhang.

Deniz Inal
Koordinationsstelle Asyl-Ehrenamt
Caritasverband Darmstadt e.V. Migrationsdienst Bergstraße
Caritas Zentrum Franziskushaus Klostergasse 5a, 64625 Bensheim Tel.: 06251 85425-151 Fax: 06251/85425-25 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Flyer-Fahrradkurs-2025 herunterladen

Flyer-Schachtreff-2025 herunterladen

Flyer Hofcafé

Leitfaden Gewaltschutz

 

 

&nbspAnhänge / Downloads

Flyer_Hofcafé_ohne_Grenzen.pdf
Leitfaden_Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften.pdf
Flyer-Schachtreff-2025.pdf
Flyer-Fahrradkurs-2025.pdf

Die Angst der Tech-Milliardäre ...

Manchmal bin ich froh, daß meine Rundfunkgebühren sinnvoll eingesetzt werden, nur manchmal. Ohne Gebühren an die Öffentlich Rechtlichen wäre dieser Beitrag vermutlich nicht erschienen oder stark modifiziert, weil durch Elon Musk finanziert.

September 2025: die neue Armut und die Tech-Milliardäre

In diesem Sommer fehlte rund 22,6 Prozent der Menschen in Deutschland nach Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat das Geld, um zu verreisen. Nicht mal für eine Woche Urlaub reichte es bei diesen 22,6 Prozent, bei Alleinerziehenden sogar bei 43,2 Prozent. Im Sommer merke man besonders, was es heißt, arm zu sein, sagt eine alleinerziehende Mutter einer zehnjährigen Tochter. Aufgrund einer Depression ist sie arbeitsunfähig. „Wenn ich das große Glück habe, habe ich mal zwei, drei freie Tage. Bewusst in den Urlaub fahren, kann ich gar nicht. Ich bin froh, wenn ich genug Geld für Lebensmittel habe“, sagt sie.

Mehr dazu hier:

Das Haushaltsnettoeinkommen in der BRD im Durchschnitt: Brutto 62485,- Netto 43795,- (=70%), im Osten 38238,-

In diesen Zahlen stecken Haushalte ohne Kind und Alleinlebende ebenso "Normalfamilien" (2 Erwachsene 2 Kinder) wie Alleinerziehende mit Kindern. Daraus errechnet sich das Nettoäquivalenzeinkommen, d.h. das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Kopf (2023: Medianwerrt 26274,- / NÄE 30.308,-. Der Unterschied beider Werte: uff zu kompliziert...

Hier bitte zum Selbst-Nachlesen: https://www.berliner-museumsverband.de/wp-content/uploads/2025/03/kultur-und-wandel.pdf

KULTUR: WANDEL – IMPULSE FÜR EINE ZUKUNFTSWEISENDE KULTURPRAXIS ANNA BLAICH – FELIX GRÄDLER - HENNING MOHR – HANNES SEIBOLD (HG.)
Für die 41. Deutsche Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen wurde ein repräsentativer Querschnitt der deutschen Bevölkerung von über 3.000 Personen ab 18 Jahren online zum eigenen Reiseverhalten im Jahr 2024 sowie den Urlaubsabsichten für 2025 im Dezember 2024 und Januar 2025 durch die GfK befragt.

Soviel zur neuen Armut - jetzt ein paar Sätze zu den Tech-Milliardären

Über den Mars-Imperialismus von Elon Musk habe ich hier etwas vermerkt: Gemeinschaft will gepflegt werden - gerade heute!

Wie reale Imperialisten mit der Erde umgehen - oder dies gerne täten, hat Kohei Saito beschrieben: Terraforming, BECCS (Bioenergy with Carbon Capture and Storage (dt.: Bioenergie mit CO2-. Abscheidung und -Speicherung), NETs (Negativemissionstechnologien). Alles Begriffe, die die Nutzbarkeit unserer Erde nicht durch sorgsamen Umgang mit Ressourcen umschreiben, sondern mit Technologien zur noch besseren Ausbeutung (ab Seite 69). Unbedingt lesen - macht keinen Spaß, ist aber aufschlußreich: Kohei Saito: Systemsturz. Der Sieg der Natur über den Kapitalismus, 2024 -  ISBN 978-3-423-35242-0.

Insbesondere raffen Tech-Milliardäre wie Elon Musk (Tesla Space X X.AI), Mark Zuckerberg (Meta), Jeff Bezos  (Amazon, der Mann der Venedig für seine Hochzeit kaufen wollte), Larry Ellison (Oracle) und Peter Andreas Thiel (Paypal, Palantir) immer mehr Macht an sich. Meist sind sie libertär bis rechtsextrem, antidemokratisch eingestellt und beste Freunde von "agent orange". Wer sich mit den Überzeugungen und Handlungsweisen dieser Menschen auseinandersetzt, wird einsehen daß es fast unmöglich ist, ihnen ein Gegengewicht zu setzen...

August 2025:

Deutschlandfunk-podcast von Jennifer Stange "Wenn Science-fiction die Realität trifft - wie sich Tech-Milliardäre die Zukunft vorstellen"

Neues zu Elon Musk und wie er tickt, lesen Sie hier: Odenwald-Redaktion "Eine spannende Woche auf der Route der Industriekultur"

2023: Die Angst der Tech-Milliardäre vor ihrem Personal... ein Podcast

Am 19. November kam im Deutschlandfunk um 9:30 Uhr ein Essay mit Diskurs zum Thema "Die Angst der Tech-Milliardäre vor ihrem Personal" - der Medienwissenschaftler Douglas Rushkoff im Gespräch mit Andreas von Westphalen. Rushkoff nennt die üblichen Verdächtigen nicht beim Namen, aber das ist auch nicht erforderlich.
Hier der Text zum sehr zu empfehlenden Podcast: welches Welt- und Menschenbild beherrscht das Denken der Tech-Milliardäre in Silicon Valley, die zunehmend auch unser Denken bestimmen? Wie können wir uns den Auswüchsen dieses Tech-Mindsets entgegenstellen?
Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine ungewöhnliche Einladung, die der Medienwissenschaftler Douglas Rushkoff 2017 erhielt. Für eine sehr stattliche Summe sollte er fünf Multi-Millionären und -Milliardären aus der Tech- und Hedgefonds-Welt Rede und Antwort stehen. Ihr Thema: Wie können sie nach der Apokalypse, die sie in ihren Luxusbunkern überstehen wollen, ihr eigenes Überleben sichern? Wenn Geld nichts mehr wert ist, wie bezahlt man sein Sicherheitspersonal und verhindert eine Rebellion? Rushkoffs Thema: Woher kommt dieses Mindset und welches Widerstandspotential hat „Team Human“?
Douglas Rushkoff hat wie kaum ein Zweiter eine kritische Perspektive auf das Silicon Valley und die digitale Revolution, die er seit ihren Anfängen begleitet. Er wurde von der „MIT Technology Review“ in die Top Ten der einflussreichsten Denker der Welt gewählt.

Podcast: https://www.deutschlandfunk.de/audiothek?drsearch%3AsearchText=Die%20Angst%20der%20Techmilliard%C3%A4re&drsearch%3Astations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0

Infos zu Rushkoff und seinem Buch: https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Rushkoff 2022: Survival of the Richest. Norton & Company, ISBN 978-1-324-06606-4

... und ihre Schöpfung: Künstliche Intelligenz

Stellen Sie sich mal vor, Terra und Mars unterhalten sich. Terra erzählt Mars, daß sie von unangenehmen Schädlingen namens Menschen befallen ist. Mars beruhigt sie: das geht vorbei. Und tatsächlich warten die Schädlinge nicht, bis sie sich nach der E-Funktion selbst den Garaus machen, sondern sie entwickeln dafür sogar ein Werkzeug! Wenn wir unterscheiden, wer Intelligenz UND Autonomie hat, fällt uns der Mensch ein. Künstliche Intelligenz kann intelligent sein, aber nicht selbstbestimmt mit freiem Willen. Doch die Autonomie der KI wird politisch bestimmt, nicht technologisch. Man weiß nicht was schlimmer ist...
Wie reguliert man KI? Regulationsmöglichkeiten unterliegen nationalen Stellen, das Problem aber ist international. Und Aufsichtsbehörden können leicht von der Industrie gekapert werden.  Der Soziologe Amitai Etzioni und sein Sohn, KI-Forscher Oren Etzioni (Interview mit dem Spiegel Juli 2023) sind überzeugt: "KI wird die Wahrheit zerstören. Man kann seinen eigenen Augen und Ohren nicht mehr trauen."
Was uns in Kinofilmen und Büchern präsentiert wird, ist uns schon so lange als nicht unbedingt realitätstauglich geläufig, daß wir uns über Monster oder Untote nicht wundern. Aber inzwischen zeigen uns Filmchen "Realitäten": nie stattgefundene Erdbeben inklusive verletzter Opfer, erzählen uns ständig irgendwelche Bots, wie toll Donald Trump ist (da fällt mir ein alter Spontispruch ein: "Eßt Scheiße - Milliarden Fliegen können nicht irren"). AfD-Politiker setzen gefakte Bilder von aggressiven Flüchtlingen gezielt ein, das diene nun mal der Illustration politischer Meinung (wird man ja wohl noch sagen dürfen). Wir leben nicht im postindustriellen Zeitalter und auch nicht im Zeitalter der Information, sondern im Zeitalter der Desinformation. Der Flut an Fakes kann der Mensch nur begegnen, wenn er clever ist, wenn er der Schockwelle* immer einen Bruchteil an Zeit voraus ist: Das Fortbewegungsmittel heißt BILDUNG!
Die Preisfrage ist: kein Mensch ist in der Lage, sämtliche Meldungen, Fotos und Kommentare auf Echtheit zu untersuchen. Kann KI die Flut an "Information" auf Fakes durchforsten, erkennt sie diese? Und würde sie es uns sagen?
Wenn Sie einen Anruf von Ihrem Enkel bekommen, der dringend und unvorhergesehen viel Geld braucht: machen Sie sich vorher schlau! Vereinbaren Sie rechtzeitig mit Ihrem Enkel - wenn Sie überhaupt einen haben - Codewörter.
Und wenn einer der Techmilliardäre auf die Idee kommt, Künstliche Intelligenz mit Atomwaffen und GPS zu kombinieren, dann muß die Welt bereit sein, einzuschreiten. Ist sie es nicht, dann geht der unangenehme Schädlingsbefall von Terra mit Humanoiden recht schnell vorbei. M. Hiller

*siehe Buchtipp aus Heft 335 S. 11 und hier: „Kunst und Wirklichkeit - vom Leben in der Blase...“

Das Zeitalter der Desinformation

Dazu lesen Sie hier mehr - mit einem wundervollen Lesetipp: Algis Budrys "Michaelmas" - ein Science Fictionroman aus dem Jahr 1977, der heute Wirklichkeit geworden ist... Wie kommt man klar im "Zeitalter der Desinformation"?

Marieta Hiller

 

Pflegedienst Starkenburg in Modautal feiert Geburtstag

Geschäftsführerin Pamela Bauer zieht positive Bilanz des ersten Jahres

Der Pflegedienst Starkenburg am Standort Modautal feiert Einjähriges. Anfang März ist es genau zwölf Monate her, dass Pamela Bauer und ihre Mitstreitenden die Pflegearbeit aufnahmen. Die Geschäftsführerin selbst ist eine erfahrene staatlich examinierte Altenpflegerin. Darüber hinaus ist sie Palliativfachkraft und hat Sonderausbildungen im Qualitätsmanagement sowie in der Pflegedienst- und Einrichtungsleitung für Altenheime. „Diesen Beruf muss man lieben“, sagt die 41jährige Mutter zweier Kinder. „Das hier ist kein Job, sondern mehr Berufung als Beruf. Ich mag es einfach schon immer, für Menschen da zu sein.“

US-Entwicklungsleistungen gestoppt

US-Entwicklungsleistungen gestoppt: Deutschland muss Verantwortung übernehmen   

6. Februar 2025 - Die Christoffel-Blindenmission schreibt:   

Die Aussetzung der nahezu kompletten Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe durch die US-Entwicklungsbehörde USAID hat gravierende Auswirkungen auf die direkte Versorgung von mindestens 120 Millionen Menschen in mehr als 100 Ländern. VENRO, der Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen, ruft mit zahlreichen Akteuren zum gemeinsamen Handeln der internationalen Gemeinschaft auf und warnt vor unabsehbaren Folgen für das globale humanitäre System.     

Als größter humanitärer Geber hatten die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr allein einen Anteil von 42 Prozent an der globalen Finanzierung. Ab kommendem Freitag müssen zudem mehrere Tausend USAID-Mitarbeiter_innen ihre Arbeit global einstellen.    

Klein-Bieberau und Webern: Adventsfenster für Kinderkrebshilfe

"Klein-Bieberauer und Weberner sind Kinderkrebshelfer" - So bezeichnet der Verein “Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V.” die Klein-Bieberau/Weberner Adventsfenster. Mit einem Brief bedankte sich jetzt der Vorstand des Vereins bei der Initiatorin der Adventsfenster, Manuela Steinmann, stellvertretend und mit Grüßen an die vielen Mitwirkenden. Sie konnte den großartigen Spendenbetrag in Höhe von sage und schreibe 1.830 EURO an den Verein überweisen.

Krieg, Hunger, Katastrophen - wem kann man spenden?

Immer wieder nötig, immer wieder werden wir um Spenden gebeten - aber welcher Organisation können wir trauen? 
DZI = Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen https://www.dzi.de/
Transparency International Deutschland e.V. https://www.transparency.de/ueber-uns/?L=0

Gemeinsam für Asbach: 2000 € Spenden für soziale Projekte gesammelt

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen unseres Ortes Asbach hat der Ortsbeirat eine Chronik zur Geschichte unseres Ortes erstellt und diese an die Haushalte verteilt. Viele Bürgerinnen und Bürger zeigten ihre Dankbarkeit und Wertschätzung für diese Aktion und überreichten dem Ortsbeirat freiwillige Geldspenden, die eine Summe von 600 € ergaben. Diese Spendengelder haben wir an den Verein „Soziales für Asbach e.V.“ (SofA) im Rahmen des Laternenumzugs zu Sankt Martin übergeben.

Was bewegt euch, Hessen?

"Ich habe Angst" - spannendes Projekt des Hessischen Rundfunks mit 39 zufällig ausgewählten Mitmenschen

Fast übersehen, denn im Programmheft stand es nicht drin: der Hessische Rundfunk veranstaltete im Sommer ein Diskussionsprojekt, das am 14. Oktober 24 ausgestrahlt wurde. Unter dem Thema "Meinungskampf statt Dialog" wurden 39 ganz unterschiedliche Menschen aus Hessen eingeladen. Sie kannten sich vorher nicht, einige sagten auch daß sie ohne diese Veranstaltung niemals miteinander gesprochen hätten. Es waren Alte und Junge, Männer und Frauen, Biodeutsche und Migranten, Unternehmer und Pflegekräfte, Konservative und Aktivisten.