Am 11. Januar 26 stellte die Hessenschau das Thema energy sharing vor, also privates Handeln mit erzeugtem Strom. Ab Juli 2026 soll EU-weit gesetzlich ermöglicht werden, dezentrale Erzeugung zu teilen. Dies soll einfacher und unbürokratischer werden. Also muss auch Deutschland aktiv werden. Bislang ist das Verkaufen von Strom nicht erlaubt.
Wenn aber Regionen sich stärker selbst versorgen können wird das Energiesystem ausfallsicherer. Vom Dach über die Wallbox ins Auto, in den Rasenmäher oder zurück ins Haus für die Wärmepumpe, oder ins Netz: die Einspeisung vom Auto ins Netz ist bei modernen E-Autos bereits vorgesehen, aber die Infrastruktur ist noch nicht da.
Für das Konzept des Energy Sharing existiert eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2018, die Bürger besser gegen Stromkrisen abgesichern und aktiv in der Energiewende einbringen soll. Am 11. September 2025 wurde erstmalig im Deutschen Bundestag über Energy Sharing debattiert und am 15. Oktober 2025 im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages in öffentlicher Anhörung beraten. Am 13. November 2025 ermöglichte der Bundestag mit der Einfügung des §42c in das EnWG erstmalig rechtlich Energy Sharing in Deutschland.
Bislang gilt: wenn Solarbesitzer in Deutschland ihren Strom verkaufen, werden sie zu Stromlieferanten - mit Verträgen, Bilanzen und einer Liefergarantie. Künftig könnten sie Überschüsse per Vertrag an Nachbarn abgeben oder Genossenschaften bilden. Für Mehrfamilienhäuser kommt eine Mieterstromregelung in Frage. Netzentgelte fallen jedoch weiter an, Strom wird daher nicht deutlich billiger. Das öffentliche Netz wird weiterhin erforderlich bleiben, da eine Vollversorgung über PV unsicher ist.
Der Beitrag der GGEW AG zur regionalen Energiewende: ein Vortrag beim Klimabündnis Bergstraße
Die Energiewende ist eine große Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingen kann, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konstruktiv zusammenarbeiten, so Carsten Hoffman, Vorstand der GGEW in seinem Vortrag beim Klimabündnis Bergstraße im November 2025.
Während die Bundes- und Landespolitik die Rahmenbedingungen setze, komme es gerade auf lokaler und regionaler Ebene auf konkrete Umsetzung und gute Kooperation an. Als Beispiel führt er Bensheim an, wo die Kommunalpolitik mit ihrem ambitionierten Klimaplan wichtige Weichen gestellt habe. Auch Industrie und Handwerk leisten einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Energiewendem, ebenso die vielen Menschen, die in erneuerbare Energien investieren: Solaranlagen auf dem Dach, Wärmepumpen, Beteiligungen an Energiegenossenschaften oder Umstieg auf Elektromobilität.
Energiespartipp der Verbraucherzentrale Hessen
Ist eine Heizungsanlage nicht optimal eingestellt, verbraucht sie oft deutlich mehr Energie als nötig. Heizkörper in der Nähe der Pumpe werden häufig überversorgt, während weiter entfernte Räume zu wenig Heizwasser erhalten. Das führt zu ungleichmäßigen Raumtemperaturen. Viele reagieren darauf mit einer höheren Pumpenleistung oder einer höheren Vorlauftemperatur – das erhöht jedoch nur den Energieverbrauch.
Blackout-Übung in der Kreisklinik Darmstadt-Dieburg im Oktober 2025
Um 4.30 Uhr wird es in den Fluren und Zimmern des neuen Bettenhauses der Kreisklinik Groß-Umstadt dunkel. Stromausfall. Die Aufzüge fahren nicht, teilweise gehen Geräte aus. Allerdings nur für ganz kurze Zeit, denn innerhalb von Sekunden nimmt das 800 Kilowatt (KW) starke Notstromaggregat im Keller seinen Dienst auf und die wichtigen Bereiche des Bettenhauses werden wieder mit Strom versorgt. Das betrifft etwa die Grundbeleuchtung und auch die grünen Steckdosen, die zusätzlich zu den normalen weißen überall im Bettenhaus neben Patientenbetten, an Schreibtischen oder in Fluren zu sehen sind. Nur diese liefern jetzt noch Strom. Ein Aufzug, der noch unterwegs war, fährt noch zu seinem Haltepunkt.
David Volk, Physiker für Nukleare Astrophysik, ist Energieberater für Großabnehmer. Der Freiberufler (Envision Solutions) stellt dazu Gebäudesimulationen und Datenanalysen an und macht Projektentwicklung für Energiesysteme. Im September 25 hielt er einen aufschlußreichen Vortrag beim Klimabündnis Bergstraße. Volk ist unabhängig, ohne Unternehmensbindung, und betreut als Energieberater keine Wohngebäude, nur Industrie.
David Volk stellte allgemeine Zahlen vor in bezug auf Energiewende, Wärmeplanung und Heizungsgesetz (wobei "Heizungsgesetz" der Populistenbegriff für die richtige Bezeichnung Gebäudeenergiegesetz GEG ist).
Wenn draußen die Temperaturen steigen, wird es auch in vielen Wohnungen schnell unangenehm warm. Ist die Hitze einmal drin, lässt sie sich kaum wieder vertreiben. Die Verbraucherzentrale Hessen gibt daher wichtige Tipps, wie man seine eigenen vier Wände besser gegen Sommerhitze schützen kann – und dabei gleichzeitig Energie spart.
Das Wichtigste auf einen Blick:
Darmstadt-Dieburg / Dieburg. Haushalte können ihre Stromkosten senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie ihre Wärmepumpe mit Solarstrom betreiben. In Einfamilienhäusern kann eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) ohne Batteriespeicher bereits etwa 20 bis 30 Prozent des jährlichen Strombedarfs für Haushaltsgeräte und Wärmepumpe abdecken. Mit einem zusätzlichen Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch auf bis zu 40 Prozent steigern.
„Wer Solarstrom für seine Wärmepumpe nutzt, macht sich unabhängiger von steigenden Strompreisen und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, betont Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Deshalb unterstützen wir alle Bürgerinnen und Bürger, die sich mit einer kostenlosen Energieberatung informieren möchten.“
Kreis Bergstraße (kb). Der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt begrüßt die Entscheidung der hessischen Landesregierung, der führende Standort für das Thema Kernfusion in Deutschland werden zu wollen und entsprechende Aktivitäten zu fördern. Gestern hatte Hessens Ministerpräsident Boris Rhein Vertreter von elf Unternehmen sowie von der Technischen Universität Darmstadt und des GSI Helmholtz-Zentrums für Schwerionenforschung zu einem runden Tisch eingeladen, um gemeinsam entsprechende Schritte zu initiieren. „Diese wegweisende Kooperation ist ein bedeutender Schritt für Hessen und für die Forschung, aber insbesondere auch für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung“, so Engelhardt. „Auch der Kreis Bergstraße wird hier eine zentrale Rolle spielen, denn geplant ist unter anderem, einen Reaktor für Kernfusion auf dem Gelände des ehemaligen AKW in Biblis zu bauen. Dies wird federführend durch das Unternehmen Focused Energy aus Darmstadt geschehen, das auch gestern bei diesem Treffen dabei gewesen ist.“
Neues Modellvorhaben zur „Kreislaufwirtschaft im Bausektor“ in Berlin vorgestellt
Kreis Bergstraße (kb). Am 26. September 2024 startete die Förderinitiative „Kreislaufwirtschaft in ländlichen Regionen“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) mit einer Auftaktkonferenz im Ernst-Reuter-Haus in Berlin. Der Kreis Bergstraße stellte im Rahmen der Veranstaltung gemeinsam mit vier weiteren Modellregionen in Deutschland Ansätze vor, mit denen die Kreislaufwirtschaft vor Ort vorangebracht werden soll. Dabei konzentrieren sich die Modellregionen auf branchenübergreifende Lösungen in den Bereichen Bauen, Industrie, Handwerk und Gewerbe, Wirtschaftsförderung, Aus- und Weiterbildung sowie Einbindung der Zivilgesellschaft.
Unser Service: die Durchblick-Redaktion möchte Ihre Erfahrungen veröffentlichen.
Auf zahlreichen Dächern ist in den letzten Monaten viel passiert, und die Bewohner profitieren inzwischen von der eigenen Stromernte. Selbst an diesigen Februartagen liefern moderne PV-Anlagen einen guten Ertrag.
Wir möchten von Ihnen wissen, welche Erfahrungen Sie mit Ihrer Anlage gemacht haben. Sie können einfach eine Mail an
Kreis Bergstraße erhält Zuschlag für Pilotaktion „Circular Rural Regions": Innovatives, vom Bund gefördertes Projekt zur Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum - bitte nach unten scrollen...
Kreislaufwirtschaft im Bausektor: Kreis Bergstraße organisiert regionale Fachdialoge - Hohe Bedeutung für den Klimaschutz / Landrat Engelhardt: „Wollen Impulse für nachhaltige Baupraktiken setzen.“
Kreis Bergstraße (kb). Der Kreis Bergstraße setzt sich aktiv für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Bausektor ein. Im Rahmen des europäischen INTERREG-Projekts "KARMA" fand kürzlich ein regionales Treffen statt, bei dem Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand innovative Ansätze für zirkuläres Bauen diskutierten.
2. August 2024: Fördertopf ist ausgeschöpft - mehr als 1 MWh zusätzliche Speicherkapazität im Kreisgebiet beantragt.
Im Juli ist das dritte kreiseigene Förderprogramm im Bereich erneuerbare Energien des Kreises Bergstraße gestartet. Das Interesse war riesig: Innerhalb der ersten beiden Wochen gingen mehr als 100 Förderanträge beim Klimaschutzmanagement des Kreises Bergstraße ein. Am 30.07.2024 musste das Förderprogramm bereits wieder geschlossen werden, da die Fördermittel ausgeschöpft waren. Daher können keine weiteren Förderanträge mehr angenommen werden.
Immer öfter sieht man auf Dächern PV-Anlagen, nun sind für Lautertal Flächenanlagen im Gespräch.
Die letzte Sitzung des Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschusses der Gemeinde Lautertal im Juni 2024 befaßte sich mit möglichen Flächen für eine PV-Anlage. Gemeinsam stellten Vertreter von GGEW, Entega und Energiegenossenschaft Starkenburg ein Konzept vor, das für vier mögliche Flächen geeignet wäre, von denen zwei priorisiert werden. Eine fünfte Fläche wurde von einem privaten Anbieter präsentiert, diese liegt in Elmshausen direkt oberhalb der Wohnbebauung, hat jedoch den Charme, daß die Einspeisemöglichkeit (Trafostation) direkt nebendran liegt und der Standort bereits geprüft wurde. Der Betreiber Sascha Fabian bietet an, mit dem hier gewonnenen Strom die Liegenschaften der Gemeinde zum Vorzugspreis zu versorgen.
Der Vorschlag von GGEW-Entega-Energiegenossenschaft bezieht sich auf die Fläche zwischen Lautern und Raidelbach, eine zweite Fläche liegt westlich von Staffel. Mit dem Ertrag könnten 3400 Haushalte versorgt werden. Micha Jost von der Energiegenossenschaft Starkenburg stellte sein Modell für eine Bürgerbeteiligung vor.
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