Die ehemaligen Asbacher Landfrauen haben sich zwar 2025 aufgelöst, aber die Gruppe aus jüngeren und älteren Frauen ist noch immer aktiv und trifft sich weiterhin einmal in der Woche zur Gymnastik und/oder zum gemütlichen Beisammensein. Dabei entstand die Idee, mit Markus Jöckel als „Mann vom Fach“ einen Ausflug nach Darmstadt zu machen, da die meisten selten oder nie mit dem Bus fahren. Markus Jöckel, der viel mit dem ÖPNV unterwegs ist und sich dafür engagiert und aktuell an seinem zweiten Buch zu dem Thema schreibt, hatte eine einfache Tour zum Eisessen vorgeschlagen, damit auch die Seniorinnen mit Rollator dabei sein konnten. Also machte sich die Truppe am 1. Juli 2026 um 13.35 Uhr mit der Linie MO4 auf zum Rondell in Ober-Ramstadt und stieg dort entspannt um in die Linie MO1, die über Roßdorf direkt nach Darmstadt fährt. Mit Gruppentickets bezahlte jeder gerade einmal 5 Euro für hin und zurück statt regulär 13,50 pro Person.
Beide Fahrer auf dem Hinweg waren super zuvorkommend und freundlich. Der Fahrer der MO1 bat die Gruppe per Durchsage sogar, am Schloss bis zum Halt sitzen zu bleiben, damit den Damen nicht passiert und dann wünschte er der Gruppe viel Spaß. Vorbildhaft! Ein Trinkgeld und ein herzliches Dankeschön von der ganzen Truppe waren ihm gewiss. Zum Eiscafé Venezia waren es nur wenige Meter und dort wurde die Gruppe hervorragend versorgt und bedient. Einer der Mitarbeiter fragte sogar scherzhaft, ob die Damen einen Junggesellinnen-Abschied feiern. Bei der gemütlichen Atmosphäre konnte sich die Truppe nur schwer von der Lokalität losreißen.
Um 17.15 Uhr ging es wieder Richtung Ober-Ramstadt und zufällig war der gleiche Bus und Fahrer zuständig. Auch hier bat der Busfahrer die anderen Fahrgäste, den Damen im pinken Shirt möglichst einen Platz anzubieten. Erneut eine hervorragende Leistung eines Busfahrers. In Ober-Ramstadt stieg die Truppe dann wieder Richtung Asbach um. Leider fuhr der Bus an der Schlossmühle zu schwungvoll in die Kurve und eine der Damen, die sich auch nicht richtig festgehalten hatte, haute es mit dem Rollator um. Schreckenssekunde. Aber zum Glück war nichts Schlimmeres passiert. Es zeigte sich, wie wichtig gute Fahrer sind!
In Asbach angekommen ließ die Truppe den Tag am Sportlerheim bei kühlen Getränken und drei großen bestellten Pizzen ausklingen, aber vor allem wurde durchweg betont, „wie schee es doch woar!“. Und schon kam die Frage auf: „Markus, wohin fahren wir nächstes Mal?“ Es steht jetzt Reinheim oder Groß-Bieberau an (um auch die Linie MO3 kennenzulernen). Und vielleicht geht es ja im Herbst mal mit dem Zug nach Frankfurt zu einer besonderen Zeitreise.
