Das Lauter- und Modautal ist mit vertreten bei den Benefiz CDs mit Begleitbuch: „Es wår emol, Märche in Südhessischer Mundård“. Die Mundartfreunde Südhessen haben nach vier Jahren Produktionszeit drei neue Benefiz CDs mit einem Begleitbuch herausgebracht.

Über die Alweschbecher Knäschd
Originell, einmalig, die muss man wirklich mal Leif erlebt haben, oder mindestens auf dieser CD angehört haben. Mit ultimativen Bauernregeln, selbst getexteten Liedern im heimischen Zungenschlag über sensationelle Geschehnisse über das frühere Landleben werden die Lachmuskeln trainiert. Die vier Originale aus Albersbach, dem kleinsten Ortsteil von Rimbach im Odenwald leisten einen wertvollen kulturellen Beitrag zu heimatlichen Traditionen, Brauchtum und unseren schönen Mundart.
Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Brüder- Grimm Schule in Rimbach sind begeistert vom Odenwälder Dialekt
Mit einem herzlichem „Gemoije“ wurde Fritz Ehmke am Mittwoch, den 06. April von den Kindern der Klasse3a der Brüder-Grimm Schule in Rimbach begrüßt. Er ist der Einladung von Silke Durrer gefolgt und erschien mit seiner bunten Lindenfelser Tracht. So erfuhren die interessierten Zuhörer im Beisein der Konrektorin und Klassenlehrerin Katharina Meister, dass es in verschiedenen Odenwald- Regionen noch andere Trachten gibt. Darüber hinaus konnten sie lernen, dass das wohltuend kühlende Leinenhemd keine Knöpfe hat und über den Kopf angezogen werden muss. Besonders strahlende Gesichter waren zu sehen, als die Halsbinde, der sogenannte „Geschdeweg“ und der Dreispitzhut mit gesanglicher Einlage von Fritz Ehmke „Moin Hut der hodd drei Egge“ vorgestellt wurden.
Wie oft haben Sie schon den Spruch gehört: „Der hot die Gränk“ - und dachten immer, Gränk kommt von Krankheit. Denn wer die Gränk hat, liegt darnieder.
Tatsächlich aber hat der Ausdruck einen botanischen Ursprung: er kommt von der Rosmarinheide, auch Polei-Gränke genannt. Diese wurde früher beim Färben oder auch beim Gerben eingesetzt. Wer sich zu lange über den Bottich beugte, der konnte aufgrund der giftigen Dämpfe umfallen. Vergiftungen mit Polei-Gränke sind selten tödlich, sondern äußern sich in Schwitzen, Übelkeit, Schwindel und Schwäche. Wer die Grenk hat, steht also irgendwann auch wieder auf.
Das Märche vum Hås un Ijel ist auf der Projekt CD mit Begleitbuch "Märchen in Südhessischer Mundart" erschienen. Zeichnungen im Begleitbuch von Conny Abramzik.
Übersetzt in den Brandauer Dialekt von Edith Keil und Fritz Ehmke, Mundartfreunde Südhessen - www.gebabbel-suedhessen.de
Als ich die Durchblick-Aprilausgabe 2020 erstellt habe, ist mir das ständig passiert: ich habe eine Seite fertig gemacht, und schon kam das Coronavirus und rief "ich bin schon da!" Deshalb möchte ich euch das Märchen vom Hasen und vom Igel gern in Ourewäller Mundart präsentieren.: Märche vum Hås un Ijel
Das Original ist von den Brüdern Grimm und stammt aus der Gegend um Buxtehude. In sage und schreibe 1 Tag 3 Stunden und 28 Minuten hat Fritz Ehmke gemeinsam mit Edith Keil (beide Mundartfreunde Südhessen) mir diese Übersetzung in Ourewäller Mundart geliefert, gerade richtig zum Osterfest! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
19.03.2020