Nestsuche: Asiatische Hornisse

März 2026: Aufruf zur Primärnestsuche der Vespa velutina - Frühes Handeln schützt heimische Insekten und die Imkerei

Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit startet auch die entscheidende Phase im Umgang mit der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Fachbehörden, Imkerverbände und Naturschutzstellen rufen die Bevölkerung dazu auf, sich aktiv an der sogenannten Primärnestsuche zu beteiligen. Ziel ist es, frühe Nester dieser invasiven Art rechtzeitig zu entdecken und zu melden, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. 

Die Vespa velutina stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Deutschland ausgebreitet. Besonders betroffen sind Regionen mit mildem Klima. Die Art stellt eine erhebliche Bedrohung für heimische Insekten dar, insbesondere für Honigbienen, da sie gezielt vor Bienenstöcken jagt. Auch für die Imkerei bedeutet ihr Auftreten erhebliche wirtschaftliche Schäden.

Warum die Primärnestsuche so wichtig ist

Primärnester entstehen im zeitigen Frühjahr, meist ab März, wenn überwinterte Königinnen mit dem Nestbau beginnen. Diese ersten Nester sind vergleichsweise klein – etwa so groß wie ein Tennisball – und beherbergen nur wenige Tiere. In dieser frühen Phase ist eine Entfernung deutlich einfacher und wirkungsvoller als später im Jahr, wenn große Sekundärnester mit mehreren tausend Individuen entstehen, oft hoch oben in Bäumen und kaum noch zugänglich.

Jedes frühzeitig entdeckte Primärnest kann die Entstehung eines großen Sommernestes verhindern. Damit leistet die Bevölkerung einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Unterstützung der regionalen Imkerei.

Velutina Such Plakat muehltal Asiatische Hornisse mit Foto

Wo Primärnester häufig zu finden sind

Primärnester befinden sich meist in geschützten, gut einsehbaren Bereichen, zum Beispiel:

  • an Gebäuden, unter Dachvorsprüngen oder in Schuppen
  • in Garagen, Carports oder Gartenhäusern
  • an Hecken, Mauern oder dichten Sträuchern
  • in niedriger Höhe, oft unter drei Metern

Charakteristisch ist die seitliche Öffnung des Nestes sowie das rege Ein- und Ausfliegen einzelner Hornissen.

Was tun bei einem Verdacht?

Wer ein verdächtiges Nest oder auffällige Hornissen beobachtet, sollte keine eigenen Maßnahmen ergreifen. Die Asiatische Hornisse steht unter Beobachtung, und der Umgang mit Nestern ist klar geregelt. Stattdessen wird gebeten:

  1. Abstand halten und das Nest nicht erschüttern
  2. Den Fund möglichst genau dokumentieren (Standort, Höhe, Foto)
  3. Die zuständige Meldestelle oder Naturschutzbehörde informieren:

Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG)

Hier können Sie die Asiatische Hornisse in Hessen melden:

Online-Meldeportal: hessen.meldeportal.cloud/observation/efe30742/asiatische-hornisse

Meldung an den Imkerverein Mühltal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (diese Meldung wurde vom Imkerverein Mühltal an die Redaktion geschickt) - Sie können auch jederzeit örtliche Imkervereine informieren, zum Beispiel den Imkerverein Lautertal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die erfolgreiche Eindämmung der Vespa velutina ist nur mit Unterstützung der Bevölkerung möglich. Spaziergänger, Gartenbesitzer, Hausmeister, Landwirte und Imker können durch aufmerksames Beobachten entscheidend zum Erfolg beitragen.

Der Aufruf zur Primärnestsuche ist daher auch ein Appell an die gemeinsame Verantwortung für Natur, Umwelt und regionale Landwirtschaft. Jede Meldung zählt.

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