2026: Was wird nach diesem Dürresommer mit der Obsternte?
Als ich den Titelbeitrag für den September-Durchblick schrieb, ächzten wir alle unter der Hitze. Inzwischen ist der Rasen restlos verdorrt, der Mais schon gehäckselt, und das Einzige was noch grün ist: im Garten der Efeu, im Feld Meerrettich, Schafgarbe und Labkraut. Am 17. August konnte man in Lautern den Brandgeruch des Flächenbrandes im Hohen Venn riechen, und dann endlich regnete es ein bißchen mehr als nur drei Tropfen. Doch der nächste Dürresommer kommt sicher!
Im nächsten Heft (Oktober 2026) lesen Sie einen Bericht aus dem Wetterpark Offenbach dazu. Und hier an dieser Stelle verlinken wir Tipps, wie Ihr Garten die nächste Hitze überstehen kann sowie weitere Infos zu Artenvielfalt und Klimawandel.
Der erste Tipp: legen Sie spätestens Ende Mai eine dicke Mulchschicht um Obststräucher und -bäume. Grob geschnittenes Grünzeug - alles was im Garten so wächst - etwa 8cm dick in einem Kreis von 50-400cm um die Pflanze gestreut hält Feuchtigkeit unglaublich besser pflanzenverfügbar. Ein hervorragender Feuchtigkeitsspeicher ist auch Schafwolle. Da Schafhalter hierzulande kein Geld für ihre Wolle bekommen, sondern noch die Entsorgung zahlen müssen, freuen sie sich über Abnehmer. Die Vliese kann man grob zerzupfen und um die Pflanze herumlegen. Es gibt auch Schafwollpellets - übrigens: Schafwolle ist auch ein guter Dünger!
Tipp 2: Regenwasser sammeln, solange es welches gibt: alte Kübel, blaue Fässer, ausgediente Mülltonnen helfen in der Trockenheit. Neu gibt es 300-Liter Container für ca. 50 Euro. Wichtig: sie sollten einen Deckel haben, wegen der Tigermücke! Man kann auch ein altes Bettuch oder Ähnliches über das Wasserfaß legen.
Hier lesen Sie zahlreiche weiterführende Beiträge zu den Themen Artenvielfalt und Garten.
Weitere Tipps dürfen Sie mir gerne zusenden! Zum Beispiel: Hat jemand Erfahrung mit Tröpfchenbewässerungssystemen?
Ich freue mich auf Ihre Tipps - M. Hiller - Mail an
Tipps und Tricks für Streuobstwiesen: "Dürresommer 2026 und Obsternte?" - https://www.odenwaelder-apfel.de/obstwiese/wissenswertes/
Lesen Sie dazu auch: Mit dem eigenen Obstbaum die Apfelallergie vergessen - eine umfangreiche Sortenliste des BUND Lemgo. Und Äpfel und Streuobst: besonderes Anliegen des Fördervereins Odw. Apfel e.V
Wie eine Biolandwirtin mit der Hitze umgeht, lesen Sie in "Vivians Kolumne: der Zwiebel-Lament"
Thema Artenvielfalt
- Als Redaktionsprojekt für das Jahr 2019 haben wir das wichtige Thema Blühwiesenprojekt 2019 gewählt. Mehr dazu direkt in diesem Kapitel, mit zahlreichen Tipps zu Begrünungen, lokaltypischem Saatgut und vielem mehr!
- Ein Jahr davor stellten wir in der Redaktion Unser Imkerprojekt 2018 vor und 2020 folgte das Durchblick-Projekt 2020: Obstbaumfachwart-Ausbildung
- auf meinen Seiten odenwald-redaktion.de stelle ich im Sommer 2026 dieses Thema vor: Artenvielfalt im Odenwald: Strategien von "Unkraut" - Marieta Hiller
- regionale Wild-Saatgut finden Sie entweder hier: https://www.bfn.de/daten-und-fakten/ursprungsgebiete-regionalen-gebietseigenen-saat-und-pflanzgutes-krautiger-arten oder Sie sammeln auf einheimischen Wiesen selbst die Pflanzen, die dort wachsen.
- Über die Abhängigkeit zwischen Pflanze und Insekt lesen Sie bitte auch: Gemeinsamer Einsatz für die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge
- die Arbeit der Landschaftspflegeverbände nutzt allen! Infos: https://www.hessen.dvl.org/lpv-vor-ort und Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße: Aktuelles
Fundort-Datenbank der BAS http://www.botanik-sw.de/BAS/module/wordpress/?page_id=1055
Die Floristische Kartierung von Hessen arbeitet (u.a.) mit iNaturalist: https://www.inaturalist.org/projects/flora-und-rote-liste-von-hessen
Verifizierte Daten landen dann im Gbif: https://www.gbif.org/
Exkursionsdaten für Südhessen-Rhein-Main-Neckar finden Sie unter https://www.botanik-sw.de/BAS/module/wordpress/?p=950#Kurpfalz, hier bitte die Termine unter "BAS-Regionalgruppe Kurpfalz" für unsere Region nachsehen!
- ältere Beiträge auf odenwald-redaktion.de:
Biologische Vielfalt erhalten durch Nichtstun
Wasser: Beginn des Lebens...
Warum die Bienen so wichtig sind... -
ältere Beiträge auf durchblick-lamo.de:
Neutsch: neuer Lebensturm für die Artenvielfalt
Eldorado der Artenvielfalt
Artenvielfalt muß schon im Quellbereich geschützt werden
Dringend geboten: Umdenken in der Landwirtschaft
Mähfreier Mai 2025
Streuobstwiesenpfad Albersbach: komplett aktualisiert
Artensterben: viele verschwinden, manche tauchen neu auf -
Das F.R.A.N.Z.-Projekt zur Verbindung von Landwirtschaft und Naturschutz läuft seit zehn Jahren in zehn Demonstrationsbetrieben, um Biodiversitätsmaßnahmen, die gleichzeitig praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig sind, zu entwickeln. Ziel ist, Naturschutz und Artenvielfalt in Betrieben zu fördern. Wir haben hier Ein Weg zur pestizidfreien Kommune vor einigen Jahren darüber berichtet! Aktuelles zum Projekt finden Sie hier: https://www.praxis-agrar.de/umwelt/biologische-vielfalt/franz
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immer einen spannenden Besuch wert: Lorsch und Lauresham: sehenswert
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Pflanzenporträts von Christa Jöckel auf diesen Seiten finden Sie mit dem Suchwort "Pflanzenporträts" - die Angebote von Christa Jöckel finden Sie hier: natur-rockt.de
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Gartentipps für kommende Hitzejahre
viele Tipps finden Sie in unserem Beitrag von 2025: Gartentipps - nicht nur für heiße Sommer
Das hier war im Dürresommer 2026 überhaupt kein Problem - früher aber schon: Kaum wird es Frühling, da kommen die Schnecken!
Übrigens: das Thema Fassadenbegrünung ist heute in aller Munde, um Räume vor Hitze zu schützen. Als der Durchblick 1996 eine Informationsaktion zu diesem Thema startete, weil es hellen Köpfen damals schon klar war, daß wir die Begrünung eines Tages brauchen werden, stießen wir auf wenig Begeisterung.
Die Vorteile liegen auf der Hand: eine begrünte Fassade kann die Raumtemperatur merklich senken, sie schützt die Fassade vor Vergrauen und mindert dadurch Kosten, sie bietet Lärmschutz. Wichtig ist allerdings, daß der Fassadenuntergrund sehr gut und haltbar durch einen Fachmann aufgearbeitet wird, damit später keine Würzelchen in Risse einwachsen und Feuchtigkeit ins Mauerwerk bringen. Auch zur Auswahl der Pflanzen sollte man sich bei einem Profi beraten lassen.
Die Nachteile: Begrünung macht Schmutz und kann Parkplätze wegnehmen. Inzwischen wirken diese Nachteile eher albern...
Kompost: Biologische Vielfalt schützen – auch im Boden!
Saisongarten: ein Projekt des Durchblick
Tipps für den klimafreundlichen Garten mit Buchtipps
Wer sich über eine App wie Flora incognita für Artenvielfalt interessiert: dazu gibt es im nächsten Oktober-Durchblick 2026 einen Bericht!
Flora Incognita https://floraincognita.de/citizen-science/
Marieta Hiller, im August 2026