Die atlantische Umwälzströmung (AMOC) gilt als Motor des Weltklimas. Sie transportiert enorme Wärmemengen nach Europa und prägt Wetter, Ökosysteme und Landwirtschaft. Doch Meßdaten deuten daraufhin: daß das System instabiler sein könnte als gedacht.
AMOC funktioniert wie eine gigantische Wärmepumpe für Europa. Sie bringt warmes Oberflächenwasser aus den Tropen nach Norden und sorgt für milde Winter auf dem Kontinent. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluß, daß sich die AMOC durch die Erderwärmung schneller abschwächt als bisher angenommen. Bis Ende des Jahrhunderts könnte sie um 50 bis 65 Prozent nachlassen. Mehrere Forschungsteams halten einen Kollaps inzwischen für wahrscheinlicher als noch vor zwei Jahren.
Für uns in Europa besonders wichtig ist der Golfstrom, er ist eine windgetriebene Oberflächenströmung, während die AMOC auf dem Zusammenspiel von Temperatur und Salzgehalt beruht.
Kollabiert der Golfstrom, folgen katastrophal kalte Winter und dürre Hitzesommer.
Der Deutschlandfunk brachte dazu am 14. Mai 2026 ein Podcast: „Bringt der Klimawandel Europas Wärmepumpe aus dem Takt?” https://www.deutschlandfunk.de/atlantische-umwaelzstroemung-amoc-100.html
Die NGO Campact hat eine Petition auf WeAct gestartet: sie ist an die Bundesregierung gerichtet und fordert: "handelt jetzt, um die Katastrophe abzumildern". Petition: https://weact.campact.de/petitions/klimawandel-atlantische-umwalzstomung-jetzt-auf-den-kollaps-vorbereiten?bucket=20260608-waeb-nv-klimakrise-im-atlantik-jetzt-auf-kollaps-vorbereiten&share=c9f6d5b1-50a0-4281-addd-c6e41d7f9d2f&source=copy_email&utm_campaign=20260608-waeb-nv-klimakrise-im-atlantik-jetzt-auf-kollaps-vorbereiten&utm_medium=recommendation&utm_source=copy_email
Wir müssen damit rechnen, daß die Schwankungen künftig stärker werden, denn ein System - wie es das Weltklima ist - funktioniert nach dem Gesetz der Entropie: Änderungen finden immer in Richtung Chaos statt. Zuerst konnten manche Politiker den Klimawandel noch leugnen, weil er allmählich und fast unmerklich voranschritt. Inzwischen werden die Auswirkungen drastischer, und diese Tendenz wird anhalten. Warnungen von Meteorologen sind jahrzehntelang ungehört verhallt, wir bekommen jetzt die Folgen zu spüren.
Um sich gut auf einen heißen trockenen Sommer vorzubereiten, hat der Kreis Bergstraße einen Hitzeaktionsplan entwickelt. Anhaltende Hitze kann den Körper belasten und gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Besonders problematisch sind Hitzewellen, wenn mehrere heiße Tage und warme Nächte ohne ausreichende Abkühlung aufeinanderfolgen. "Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits deutlich in unserem Alltag spürbar. Deshalb ist es wichtig, daß wir unsere Lebensweise an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen", heißt es auf den Kreis-Seiten. Informationen finden Sie unter der Rubrik "Hitzeaktionsplan und Hitzeinfos" hier: https://www.kreis-bergstrasse.de/themen-projekte/nachhaltigkeit/hitzeaktionsplan-und-hitzeinfos/
Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg kümmert sich um geeignete Maßnahmen und managt die Klimaanpassung für 22 der 23 Kreiskommunen. Infos auf https://www.ladadi.de/umwelt-soziales/natur-bauen/klima/klimaanpassung/
Die wichtigsten Tipps zum Schutz vor Hitze
- Aktivitäten im Freien möglichst an den frühen Morgen- und späten Abendstunden, starke körperliche Anstrengungen vermeiden, bei körperlichen Arbeiten im Freien ausreichend und regelmäßig kühle, alkoholfreie Getränke!
- Ausreichendes und regelmäßiges Trinken ist vor allem an heißen Tagen sehr wichtig, auch ohne Durst. Empfohlen wird im Regelfall eine Trinkmenge von mindestens 1,5-2 Liter Flüssigkeit (Mineral- oder Leitungswasser, Kräuter- und Früchtetees). So werden Elektrolyte aufgefüllt, die durch Schwitzen verloren gehen. Verzichten Sie vor allem auf Alkohol und reduzieren Sie den Konsum von koffeinhaltigen Getränken und/oder zuckerhaltigen Getränken, die unter anderem harntreibend wirken können.
Bei Vorerkrankungen Trinkmenge mit Ärztin oder Arzt abstimmen. - Leichte Mahlzeiten, Lebensmittel mit hohem Wasseranteil (Obst, Gemüse), ausreichend Mineralstoffe (Linsen, Hirse, Nüsse), dagegen verarbeitete Gerichte mit konzentrierter Nährstoffdichte meiden.
- Möglichst im Schatten bleiben, intensive Sonnenstrahlung birgt ein hohes Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko - und das Recht auf regelmäßiges Hautkrebs-Screening soll möglicherweise abgeschafft werden! Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (ab 30), Sonnenhut / Kappe und Sonnenbrille sowie leichte, helle Kleidung tragen.
- Regelmäßig kühl abduschen oder kühlende Fuß- und Armbäder machen
- In Innenräumen tagsüber Rollläden und Jalousien herunterlassen, Fenster geschlossen halten. Erst wenn die Außentemperatur niedriger als die Innentemperatur ist, gut durchlüften. Wärme erzeugende elektrische Geräte oder Lichtquellen meiden
- Medikamente vor Hitze schützen! Nicht im Auto liegenlassen, nicht im Badezimmer aufbewahren (hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit)
- Achten Sie auf Nachbarn oder hilflose Menschen im Freien, bringen Sie sie ins Kühle (notfalls in Kirchen, Rathäuser, öffentliche Gebäude)
- Ältere Menschen verlieren das Durstempfinden, auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten!
Interessante Direktlinks:
- https://umweltdaten.hessen.de/mapapps/resources/apps/hitzeviewer/index.html?lang=de
- Tipps der Verbraucherzentrale Hessen gegen Hitze in Wohnungen
- Hitzeschutz: Ratgeber des Umweltinstituts München
- Schutz bei Hitzewellen: Infoportal Kreis Bergstraße und Hitzeaktionsplan Kreis Bergstraße: Konzept Hitzeschutz und digitales Gesundheitskonzept und https://www.kreis-bergstrasse.de/themen-projekte/nachhaltigkeit/hitzeaktionsplan-und-hitzeinfos/
- Hessischer Hitzeaktionsplan: https://familie.hessen.de/gesundheit-und-pflege/hitzeaktionsplan/hitzeaktionsplaene-in-hessen
Und zum Thema Klima, Wasserkraft, Windkraft und Fotovoltaik oder Starkregen - einfach einzeln als Suchworte in die Suchfunktion auf https://www.durchblick-lamo.de/ oder auf https://odenwald-redaktion.de/ eingeben! z.B. "Geheimnisvolle Untersee-Wanderung unter dem Marbach-Stausee" oder Regenbogengeschichte Arche Noah
Hier geht es zu den Infos über die Vorträge beim Klimabündnis Bergstraße
Unser Trinkwasser: woher kommt es und wie gut ist es?
Im Lautertal werden alle Ortsteile über lokale Hochbehälter, Quellen bzw. Tiefbrunnen versorgt, laut Untersuchungsbericht vom 06.03.2026 konnten keine Grenzwertüberschreitungen bezüglich der Trinkwasserverordnung in der aktuell geltenden Fassung festgestellt werden.
Die Gemeinde Modautal betreibt in ihren elf Ortsteilen insgesamt acht selbstständige Wasserversorgungsanlagen. Alle einzelnen Anlagen haben eigene Gewinnungsgelände, entweder Quellgebiete mit entsprechenden Quellfassungen an den Hängen oder Brunnen in den Talauen, jeweils auf die einzelne Täler verteilt.
Kann man Leitungswasser unbedenklich trinken? JA! Die deutsche Trinkwasserverordnung schreibt regelmäßige Kontrollen vor. Zur Abtötung von Legionellen im Leitungswasser muß in hauseigenen Warmwasseranlagen in regelmäßigen Abständen auf über 70 Grad erhitzt werden.
Weder in Lautertal noch in Modautal haben wir hartes Wasser (weich bis 8odH, mittel 8-14odH, hart über 14 odH), dies läßt sich für jeden Ortsteil auf dem Wasserportal des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. BDEW nachlesen. Zu jedem Ort, der dem Portal angeschlossen ist (Kreis Bergstraße und Darmstadt-Dieburg ja, Odenwaldkreis nein), geht beim Anklicken ein Reiter auf mit Infos zur Qualität, zur Versorgungslage und zum Wasserpreis.
Braucht man Wasserfilter?
Enthärtung ist in unseren Orten nicht erforderlich: die Verbraucherzentrale beantwortet die Frage, ob sie aus hygienischer Sicht notwendig sind und was man über Wasserfilter oder Wassersprudler wissen sollte.
Rückstände im Trinkwasser
Wie werden Pestizide und Medikamente aus dem Leitungswasser entfernt? In Deutschland finden sich in Flüssen, Bächen oder Seen mindestens 414 verschiedene Arzneimittelwirkstoffe, die mit der Zeit ins Grundwasser wandern. Daher wäre eine vierte Klärstufe zusätzlich zur mechanischen, biologischen und chemischen Klärung wie in der KMB-Kläranlage erforderlich. Allerdings rechnet der BDEW vor, daß dies für einen 4-Personen-Haushalt 17 % mehr Trinkwasserkosten verursachen wird und fordert, die Kosten für die 4. Klärstufe den Verursachern anzulasten. Arzneimittel- und Kosmetikhersteller sollen so zur Vermeidung von Schadstoffen angeregt werden.
Die dreistufige Reinigung des Wassers kann bis zu 95 Prozent der Spurenstoffe entfernen.
Die Gemeinde Modautal betreibt zwei Kläranlagen im Gemeindegebiet: die Kläranlage Brandau und die Kläranlage Ernsthofen. Das ankommende Abwasser wird in der mechanischen Reinigungsstufe vorgereinigt.
Das Lautertaler Abwasser wird zentral in der Kläranlage Bensheim geklärt, auf deren Seite es eine "Reise durch das Klärwerk" gibt. M. Hiller
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/deutschlandweite-4-reinigungsstufen-klaeranlagen-wuerde-abwassergebuehren-um-17-prozent-erhoehen/
Umweltbundesamt https://www.umweltbundesamt.de/daten/chemikalien/arzneimittelrueckstaende-in-der-umwelt#prfung-der-umweltwirkung-von-arzneimitteln und https://www.umweltbundesamt.de/tags/trinkwasser
Vrbraucherzentrale:
https://www.verbraucherzentrale.de/wisshttps://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wasser/wasserbehandlung-im-haushalt-das-muessen-sie-ueber-wasserfilter-wissen-12071)
Wasserhärtegrade
https://modautal.de/files/modautal/pdf/trinkwasseruntersuchung/202502315_Modautal_1_sig.pdf
Härtegrade Modautal mittel bis weich: https://modautal.de/rathaus/umwelt-und-natur/wasser-und-abwasser
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M. Hiller, im Juni 2026