10 Jahre Seniorenwohnanlage Trautmannshof

Die Seniorenwohnanlage Trautmannshof in Reichenbach feiert zehn Jahre. Lautertals Bürgermeister Andreas Heun würdigte die Hausgemeinschaft und die Geschichte der 22 Wohnungen.

Mit einem harmonischen Grillfest feierte die Hausgemeinschaft der Trautmannshofreite in Reichenbach das zehnjährige Bestehen der zentral gelegenen Wohnanlage. Ein Großteil der rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner fand sich zusammen, um auf ein Jahrzehnt gelungener Nachbarschaft zurückzublicken.

Organisiert wurde die Feier von den engagierten Bewohnern Heidrun Grüning, Birgit Lessel und Gerhard Hippler. Für die passende Infrastruktur war bestens gesorgt: Wolfgang Mink, Wirt des lokalen Traditionsgasthauses Zur Traube, stellte unkompliziert Bänke und Tische für die Festgesellschaft zur Verfügung.

Bürgermeister Heun und Pfarrer Scheunemann gratulieren

Unter die Gratulanten mischte sich Bürgermeister Andreas Heun, der in Begleitung seiner Gattin erschien. Als bleibende Erinnerung und Zeichen der Anerkennung überreichte das Gemeindeoberhaupt einen Porzellanteller der Gemeinde Lautertal. Das Ehrenstück soll schon bald einen Ehrenplatz im Gemeinschaftsraum der Anlage erhalten. Im späteren Verlauf des Festes schaute zudem der evangelische Pfarrer Jan Scheunemann vorbei, um seine Glückwünsche zu überbringen.

Das Jubiläum bot den perfekten Anlass, um die Entstehungsgeschichte der Anlage Revue passieren zu lassen. Gemeinsam mit Helmut Lechner blickten die Bewohner der insgesamt 22 Wohneinheiten auf die Historie des Wohnkomplexes zurück. Dabei wurde insbesondere an den im vergangenen Jahr tragisch bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen englischen Investor Brian Brennan erinnert.

Brennan, der über Helmut Lechner enge Kontakte aus der Partnergemeinde Radlett ins Lautertal pflegte, hatte einst das Anwesen erworben. Seine Vision: Auf dem rund 2.000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Bauernhofs sollten Eigentumswohnungen für Senioren entstehen, die noch selbstständig für sich sorgen können. Dazu passt die Lage der Immobilie sehr gut, denn in der Nähe gibt es nicht nur eine Arztpraxis und eine Apotheke, sondern auch Bushaltestellen und inzwischen selbst ein Café.

22 barrierefreie Wohnungen auf dem alten Bauernhof

Da sich die praktische Umsetzung direkt von England aus jedoch als zu komplex erwies, verkaufte Brennan das Grundstück samt dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude schließlich an die Firma Seniobau, die seine Idee tatkräftig in die Realität umsetzte.

In den zwei entstandenen Neubauten sowie dem sanierten Altbau wurden die 22 barrierearmen Wohneinheiten realisiert, die heute bequem von der Beedenkirchener Straße und der Schuhgasse aus zugänglich sind. Das Richtfest wurde dann im März 2015 gefeiert – und zwar genau dort, wo sich heute der lebendige Mittelpunkt der Gemeinschaft befindet: im Gemeinschaftsraum.

Dieser Raum wird von den Bewohnern immer wieder für gemeinsame Aktivitäten genutzt, wie etwa für ein gemeinsames Frühstück. Und die Gemeinschaft schläft nicht:

Die Planungen für gemeinsame Aktivitäten im Herbst und für die kommende Adventszeit sind bereits im vollem Gange.

Beim Jubiläumsfest stand jedoch erst einmal das Genießen im Vordergrund. Bei bestem Sommerqetter ließen sich die Bewohner Steaks, Bratwürste und frische Salate schmecken und stießen mit kühlen Getränken auf die nächsten Jahre in ihrer Trautmannshofreite an.

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