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Wetter & Klima - und ihre Erforschung / Fließpfadkarten Lautertal

Sprechen wir mal übers Wetter ohne daß etwas anderes gemeint ist*

"Das Jahr 1847 war ein schlimmes Jahr für fast die gesamte Bevölkerung im Großherzogtum Hessen." So beginnt der Absatz über die Mißernten im Heimatbuch von Herrmann Bauer "Schannenbach - Ein Dorf im Odenwald" aus dem Jahr 1997. Feldfrüchte verfaulten auf dem Acker, die Preise stiegen, ärmere Familien litten Not. Man organisierte Brot für die Bevölkerung und stellte die Bezahlung zurück. Saatgut und Setzkartoffeln für das kommende Frühjahr fehlten und mußten finanziert werden, das war die sogenannte "Kartoffelschuld" der Kleinbauern. Sie wurde wegen fortgesetzter Zahlungsunfähigkeit letztlich niedergeschlagen. Ein paar Jahre später, 1852/53 folgte bereits die nächste Hungersnot aufgrund von Mißernten. 1893 sorgte eine große Dürre für Mißernten bei Getreide und Kartoffeln.
Drastische Beispiele für "Wetterkapriolen" in vergangenen Zeiten - die Mißernte von 1893 war vermutlich eine der letzten, die nicht direkt durch den Menschen verursacht wurde.

23. August 2023
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Wie kann sich der Kreis Bergstraße an den Klimawandel anpassen?

Wie kann sich der Kreis an den Klimawandel anpassen? Klimaschutzkonzept Kreis Bergstraße

7. Sitzung des Bergsträßer Nachhaltigkeitsbeirats im Naturschutzzentrum Bergstraße / Wasserversorgung künftig größte Herausforderung

Kreis Bergstraße (kb). Wie verändert sich unser Leben im Kreis Bergstraße schon jetzt durch den Klimawandel? Und wie können wir uns an die prognostizierten Veränderungen anpassen – wie beispielsweise Hitzewellen, Dürreperioden oder Starkregenereignisse? Diese und weitere Fragen zum Thema Klimawandelanpassung diskutierte Landrat Christian Engelhardt jüngst mit Mitgliedern des Bergsträßer Nachhaltigkeitsbeirats während dessen siebter Sitzung im Naturschutzzentrum Bergstraße.

28. Juli 2023
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Bergsträßer BNE-Netzwerk: Ein Koffer für das Klima

Neues vom Bergsträßer BNE-Netzwerk: Ein Koffer für das Klima - Experimente machen Phänomene des Klimawandels erfahrbar / Neue BNE-Plattform im Internet

Kreis Bergstraße (kb). Das Bergsträßer Netzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz BNE-Netzwerk) nimmt weiter an Fahrt auf. Erst kürzlich trafen sich die Mitglieder des Netzwerks wieder im Naturschutzzentrum Bergstraße in Bensheim. Dort sprachen die Teilnehmenden über die Ziele der gemeinsamen Netzwerkarbeit und entwickelten konkrete Projekte, die sie in diesem Jahr gemeinsam umsetzen wollen. Ein erster wichtiger Schritt hierbei ist das Erstellen einer gemeinsamen BNE-Plattform, auf der die Netzwerkpartner sich und ihre BNE-Angebote vorstellen. Diese Plattform ist nun für alle erreichbar unter www.kreis-bergstrasse.de/BNE. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, welche BNE-Angebote es im Kreis Bergstraße und darüber hinaus in den Nachbarregionen gibt. Denn: Im BNE-Netzwerk sind auch Partner aus dem Odenwaldkreis sowie aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg vertreten. Zudem sind auf der Webseite alle BNE-Veranstaltungen der Netzwerkpartner in einem Veranstaltungskalender gebündelt. Die Vorstellung der Netzwerkmitglieder und deren Angebote werden in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter ausgebaut, sodass sukzessive alle rund 30 Netzwerkpartner dort vertreten sein werden.

11. April 2023
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GSS-Schüler wollen im Lautertaler Wald anpacken

Februar 2023: Die Klimawandelschaden-Exkursion der Scholl-Schule hatte umfangreich bestätigt, was die Schüler bereits zuvor in den öffentlichen Medien festgestellt hatten. „Im Internet fanden wir viele Veröffentlichungen und Videobeiträge zur Klimawandelproblematik in Deutschlands Wäldern. Wir wollten herausfinden, ob das im Kreis Bergstraße auch so ist. Da im Lautertal, einer Gemeinde aus der uns viele Schüler besuchen, einige politische Entscheidungen hierzu anstehen, entschieden wir uns, eine politische Problemfeldanalyse nicht allgemein sondern konkret vor unserer Haustüre zu machen“, so Rieke Stützer und Lisa Pfeifer.

11. März 2023
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Katastrophenschutz: Gemeinde Lautertal trifft Vorsorge

Im Dezemberheft 2022 lautete unsere Titelgeschichte "Vor uns die Sintflut - Katastrophenmanagement einst und heute", und im September 2021 fand am Rückhaltebecken Reichenbach eine Bürgerversammlung zum Thema "Wie gut sind wir vor Starkregenereignissen geschützt?" statt. Ulrich Androsch, Geschäftsführer des Gewässerverbandes, gab damals - unter dem direkten Einfluß der Flutkatastrophe im Ahrtal am 14. Juli 2021 - wichtige Informationen zur Situation im Odenwald und konkret zum Rückhaltebecken.

27. Februar 2023
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Klimakrise: seit 50 Jahren bekannt

Ein Kommentar...

Eine 18-jährige Schülerin erklärt uns, wie brisant die Klimakrise ist: Hannah Ferber mit dem Thema "Ist die Klimakrise eine individuelle Krise?"

  • Temperaturanstieg seit 1881: 1,6 Grad
  • Meeresspiegel Cuxhaven seit 1843 um 42cm gestiegen
  • Vegetation ist heute drei Wochen früher dran als 1961
  • Starkregen und Winterniederschläge nehmen zu, Schneetage nehmen ab
  • Bis 2050 wird mit bis zu 5 Mrd. Klimaflüchtlingen aus dem globalen Süden (zu dem Australien / Neuseeland nicht mitgezählt wird) gerechnet
  • Der Meeresspiegel stieg in den letzten 100 Jahren um 17cm
  • Jährlich sterben 20-25.000 Tierarten aus - lesen Sie dazu auch: Fast 160 Tierarten sterben täglich aus... aus dem Jahr 2018
  • Hitzetote nehmen zu, denn alte Menschen trinken nicht genug - demographischer Wandel

Wir Älteren wissen das alles schon seit 50 Jahren, seit der Bericht des Club of Rome "Grenzen des Wachstums" veröffentlicht wurde. Bereits damals wurde gesagt, daß wir genau jetzt vor genau den aktuellen Problemen stehen würden. Geschehen ist jedoch sehr wenig in diesen 50 Jahren. Infos über den Bericht finden Sie hier: https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0073_gwa&object=pdf oder ausführlich auch bei Wikipedia mit Literaturhinweisen

23. Januar 2023
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Klimawandel: unser Wald muß zukunftsfähig werden

50 Jahre gehen sehr schnell vorbei: das haben wir gesehen, als wir merkten daß die Warnungen des Club of Rome (die Grenzen des Wachstums) schon so lange her sind ohne daß sich wirklich viel geändert hat. Es sind zwei Generationen für uns Menschen - aber was ein einzelner Mensch in kurzer Zeit schafft, ist für Gesellschaften offenbar nicht zu schaffen: notwendige Veränderungen zu vollziehen.

Wenn die Gemeinde Lautertal sich dafür entscheidet, knapp 100 Hektar Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen und mit der Wohlleben Waldakademie in Naturwald zu verwandeln, dann tut sie das NUR für die nächsten 50 Jahre. Für eine Entwicklung zum Naturwald ist das ein viel zu kurzer Zeitraum. Was geschieht nach 50 Jahren? Hurra hurra im Odenwald ist Holzauktion?

Auf der anderen Seite erfordert es Mut, sich für 50 Jahre an eine GmbH zu binden.*

23. Januar 2023
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Vor uns die Sintflut: Katastrophenmanagement einst und heute...

Formen der Krisenbewältigung legte David Blischke in seiner Examensarbeit dar, die er im Vortrag in Lorsch vorstellte. Das Magdalenenhochwasser 1342 wurde an ausgewählten Fallbeispielen erläutert.

Das in der Geschichtswissenschaft als Jahrtausendflut bezeichnete Hochwasser um den Heiligentag von Maria Magdalena, den 22. Juni im Jahr 1342, wird in mittelalterlichen Quellen dargestellt: Gemälde und Stiche, amtliche Protokolle und Berichte...

23. Oktober 2022
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Klimaschutz in unserer Region: Klima Kommunen Hessen

Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen

Darmstadt-Dieburg – Die Klima-Kommunen sind ein Bündnis hessischer Städte, Gemeinden und Landkreise für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Gemeinsames Ziel ist es, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen. Mit dem Bündnis wird hierfür eine zentrale Plattform geboten, die die Kommunen zusammenbringt und den Wissenstransfer fördert. Die Mitgliedskommunen werden in Fragen rund um den Klimaschutz und die Klimaanpassung aktiv beraten, haben Zugang zu unterschiedlichen Veranstaltungsangeboten sowie vielfältigen weiteren Unterstützungsleistungen.

Das Projekt startete im Jahr 2009 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Namen „Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz“. Inzwischen haben 344 Städte, Gemeinden und Landkreise die Charta unterzeichnet. Auch der Handlungsbedarf im Bereich Klimawandelanpassung hat zwischenzeitlich zugenommen. Deshalb wurde im November 2016 das Projekt als Bündnis verstetigt und trägt seitdem den Namen "Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen". Mit der Unterzeichnung der neuen Charta verpflichtet sich seitdem jede Kommune Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf kommunaler Ebene umzusetzen und damit einen Beitrag zur Erreichung der landesweiten Klimaschutzziele zu leisten. Zusätzlich müssen die Kommunen nun auch im Bereich Klimaanpassung vor Ort aktiv werden. Dabei werden die Mitglieder von Beginn an durch die Fachstelle aktiv unterstützt. Ziel ist die Klimaneutralität 2045.

www.klima-kommunen-hessen.de

alle Projekte auf der interaktiven Karte https://www.klima-kommunen-hessen.de/massnahmendatenbank-kartenansicht.html

LaDaDi: Alle 23 Kreiskommunen sind Klima Kommune

www.ladadi.de/klimaschutz

https://www.kreis-bergstrasse.de/themen-projekte/nachhaltigkeit/bilder-und-dateien-nachhaltigkeit/klimaschutzkonzept-dateien/integriertes-klimaschutzkonzept-kreis-bergstrasse.pdf?cid=t2j

 

20. Oktober 2022

Bergsträßer Wald: Ist unsere natürliche Klimaanlage ist in Gefahr?

Biologin Annette Modl-Chalwatzis stellte mir dankenswerterweise die Informationen zur Verfügung, die sie bei der Exkursion des NABU Beedenkirchen im Oktober 2022 erläuterte.

19. Oktober 2022
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LaDaDi: Alle 23 Kreiskommunen sind Klima Kommune

Seit kurzem sind alle 23 Kreiskommunen selbst Mitglieder des Bündnisses. Die ersten Kommunen haben sich bereits 2009 zu dem Ziel der Klimaneutralität bekannt. Der Landkreis selbst ist durch die Unterzeichnung der Charta durch Landrat Klaus Peter Schellhaas am 31. Oktober 2016 dem Bündnis beigetreten. Der LaDaDi hat bereits im Jahr 2017 ein Integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet, in dem die Klimaziele des Kreises, aber auch der Kreiskommunen festgehalten sind. „Das Thema Klima ist eines der gesellschaftlichen Themen, das in den zurückliegenden Jahren immer mehr in den Fokus gerückt ist. Begriffe wie Klimakatastrophe, Klimakrise und Klimanotstand sind in aller Munde. Junge Menschen gehen für das Klima auf die Straße, um aufzurütteln, um klar zu machen, dass es kurz nach 12 ist und um auch zu verdeutlichen, dass jetzt gehandelt werden muss, um das Klima zu schützen“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Ich freue mich, dass alle 23 Kreiskommunen Klima-Kommune sind!“

Nähere Informationen zum Klimaschutz im Landkreis gibt es im Internet unter www.ladadi.de/klimaschutz. In der Online-Maßnahmenbank https://www.klima-kommunen-hessen.de/massnahmen-datenbank.html werden die Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsprojekte der Klima-Kommunen aufgelistet und stetig aktualisiert.

16. August 2022

Klimawandel in Zahlen

810 Mio Tonnen CO2 Äquivalente (Erklärung siehe unten) werden in Deutschland pro Jahr freigesetzt, davon entfällt über ein Drittel auf die Energiewirtschaft (258). Verkehr (164) und Industrie (187) folgen, das Wohnen erzeugt 123 Co2 Äquivalente, die oft verschriene Landwirtschaft nur 68 Co2 Äquivalente. Beim Verkehr entallen 60% auf PKWs, 35% auf Nutzfahrzeuge.

CO2 Äquivalente: so wird das Treibhauspotential gemessen.
für Methan gilt: ein Kilogramm Methan trägt in den ersten 100 Jahren 28 mal so stark zum Treibhauseffekt bei wie ein Kilogramm CO2
für Lachgas (Distickstoffoxid N2O): Faktor 265

Quelle: Umweltbundesamt

06. April 2022

Stressarme Schlachtung fürs Tierwohl, die Klimabilanz und Regionalität

Landkreis Darmstadt-Dieburg:

Verbraucherinnen legen beim Kauf von Fleischprodukten immer mehr Wert auf Regionalität, Tierwohl und eine positive Klimabilanz. Eine Möglichkeit, diese Anforderungen zu erfüllen, sind stressarme Schlachtverfahren. Am bekanntesten ist der Weideschuss, doch jetzt nimmt die teil- oder vollmobile Schlachtung Fahrt auf. Die Ökomodell-Regionen Süd und Rhein-Main haben sich zusammengeschlossen, um über die Möglichkeit der teilmobilen Schlachtung im Haltungsbetrieb zu informieren.

24. März 2022
Weiterlesen: Stressarme Schlachtung fürs Tierwohl, die Klimabilanz und Regionalität
  1. Nachhaltige Rindfleisch-Erzeugung
  2. Welchen Einfluss hat die Landwirtschaft auf den Klimawandel?
  3. Was bedeutet Starkregen für die Landwirtschaft?
  4. Wasserversorgung: in Lautertal problematisch, in Modautal gut
  5. Wie gut sind wir vor Starkregenereignissen geschützt?
  6. Wie klimaschädlich sind tierische Lebensmittel?
  7. Was wäre der Felsberg ohne Wasser?
  8. Wie kann man sich gegen Starkregen schützen?
  9. Artenvielfalt muß schon im Quellbereich geschützt werden
  10. Neutsch am 23. April 2018: Hochwasser und volle Keller

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